Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie

Als erstes Verfahren zur Bewertung der Untersuchungs- und Behandlungsmethoden bei denen Vertragsärzte und Krankenhäuser denselben Qualitätssicherungsvorgaben unterliegen, ist die Perkutane Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie.

Betroffen von der Richtlinie sind Vertragsärzte, Belegärzte sowie alle ermächtigten Ärzte, die perkutane Koronarinterventionen (PCI) und Koronarangiographien bei Patienten ab 18 Jahren, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, durchführen und die GOP 34291 und 34292 EBM abrechnen. Seit dem 01.01.2016 sind alle genannten Ärzte, dazu verpflichtet, die entsprechenden Untersuchungen zu dokumentieren und ihre Patienten anhand von Merkblättern über den Zweck und Inhalt des Verfahrens zu informieren. Für die fallbezogene Dokumentation gibt es folgende Datenlieferfristen: Quartalsweise Lieferung zum 15. Mai, 15. August, 15. November und zum 28. Februar.

Informationen zum Verfahren

Informationsblatt der KV Berlin zur sQS-PCI

KBV Praxisinformation 02/2017


Informationen für dokumentationspflichtige Ärzte zur Verfahrensumsetzung

Für die Datenerfassung benötigen Sie eine durch die KBV zertifizierte QS-Dokumentationssoftware. Eine aktuelle Zulassungsliste mit allen Softwareprogrammen, die aktuell zur Dokumentation für das sQS-Verfahren PCI zugelassen sind, sowie die Kontaktdaten der Softwareanbieter finden Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die Übermittlung der Dokumentationsdatei an die KV Berlin erfolgt über das KV-Portal (Sichere Netz der KVen SNK) als Datei-Upload. Dafür stellen wir Ihnen eine kostenfreie Verbindung zur Verfügung, soweit Sie Ihre Abrechnung "online" eingereicht haben. Dazu benötigen Sie eine Registriernummer, die wir Ihnen zusenden werden.

Sofern Sie die Dokumentationen nicht online übermitteln können, besteht die Möglichkeit, die Daten auf einem Datenträger (z.B. einer CD) an die KV Berlin zu übersenden. In diesem Fall ist zu beachten, dass die Daten zwingend mit einem symmetrischen Schlüssel zu versehen sind. Den symmetrischen Schlüssel erhalten Sie von der KV Berlin. Alle nicht verschlüsselten Daten werden aus Gründen des Datenschutzes bei der Annahme abgelehnt.

Um Sie bei der Datenerhebung- und übertragung im Rahmen des ersten Verfahrens "PCI und Koronarangiographien" der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung zu unterstützen, hat die KV Berlin ein Merkblatt mit Hinweisen zur Verfahrensumsetzung erstellt.


Sanktionsfreiheit

Gemäß § 18 Teil 2 DeQS-RL lösen nicht dokumentierte aber dokumentationspflichtige Datensätze Maßnahmen nach Teil 1 der vg Richtlinie aus. Gemäß der Richtlinie werden für die Erfassungsjahre 2016-2019 keine Vergütungsabschläge erhoben.

Wir bitten alle dokumentationspflichtigen Kardiologen, sich auch in sanktionsfreien Jahren an den Dokumentationen zu beteiligen. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich mit dem Verfahrensablauf vertraut zu machen. Fehler bei der Datenerhebung oder Dateiübermittlung können jetzt identifiziert werden, um sie im späteren Verlauf zu vermeiden.


EBM-Vergütungsregelung

Die Abrechnung der Datenerfassung, Dokumentation und Datenübermittlung erfolgt über die Gebührenordnungsposition 34291 ("Herzkatheteruntersuchung mit Koronarangiographie"). Der obligate Leistungsinhalt der GOP wird dazu um die Maßnahmen der Qualitätssicherung sowie um ein Aufklärungsgespräch erweitert. Die GOP 34291 ist ab 01.07.2017 nur noch berechnungsfähig, wenn die QS-Dokumentation erfolgt und übermittelt worden ist.

Zudem wird eine Kostenpauschale 40306 in den EBM aufgenommen. Sie beinhaltet alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Datenerfassung, Dokumentation und Datenübermittlung entsprechend der GOP 34291 entstehen. Hierzu gehören sämtliche Kosten für die EDV-technische Ausstattung und Verarbeitung (Dokumentationssoftware einschließlich deren Einrichtung, Updates, Export).

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