Sektorenübergreifende Qualitätssicherung

Viele medizinische Leistungen werden heute sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor erbracht. Patienten werden im Verlauf einer Behandlung häufig in beiden Sektoren versorgt. Der Gesetzgeber hat den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) daher verpflichtet, Maßnahmen der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung künftig grundsätzlich sektorenübergreifend zu erlassen. Behandlungsergebnisse können auf dieser Grundlage sektorenübergreifend erfasst und bewertet werden.

Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL)

In der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung wird die Qualität der medizinischen Versorgung sowohl über Einrichtungs- und Sektorengrenzen als auch über längere Zeitverläufe hinweg erfasst. Dadurch werden sogenannte Längsschnittbetrachtungen möglich. Nach welchen Regeln die ambulante und stationäre Behandlung übergreifend erfasst werden, gibt der G-BA in seiner 2010 erlassenen Richtlinie über einrichtungs- und sektorenübergreifenden Maßnahmen zur Qualitätssicherung vor. Der erste Teil dieser Richtlinie legt die Rahmenbedingungen zu den institutionellen Strukturen und Datenflüssen sowie das Vorgehen bei Auffälligkeiten fest. Der zweite Teil der Richtlinie wird nach und nach um themenspezifische Bestimmungen zu einzelnen Qualitätssicherungsverfahren erweitert.

Für jedes neue Verfahren der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung entwickelt das Institut nach § 137a SGB V (IQTIG) im Auftrag des G-BA Instrumente zur Messung und Darstellung der Versorgungsqualität. Hierzu gehören auch geeignete Qualitätsindikatoren und Vorgaben zur Dokumentation.

Bei der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung bestehen besondere Anforderungen an den Datenschutz. Ein sogenanntes Pseudonymisierungsverfahren stellt dies sicher.


Verfahren der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (sQS)

Derzeit gibt es zwei Verfahren. Fachliche Informationen zu den themenspezifischen Rahmenbestimmungen werden unter den nachfolgenden Links erläutert:

  1. Verfahren:
    Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie (Start 01.01.2016)
  2. Verfahren:
    Vermeidung nosokomialer Wundinfektionen – postoperative Wundinfektionen (Start 01.01.2017)

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