Disease-Management-Programme

Viele Krankenkassen bieten ihren Versicherten so genannte Disease-Management-Programme (DMP) an. Das Risikostrukturausgleichs-Reformgesetz von 2002 bietet den Krankenkassen einen finanziellen Anreiz, solche strukturierten Behandlungsprogramme für chronisch Kranke aufzulegen.

In Berlin werden zurzeit folgende DMP mit Beteiligung der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin angeboten: 

Die Krankenkassen haben zudem mit einzelnen Ärzten Verträge über dieses DMP abgeschlossen:

Dokumentation und Versand elektronisch

Die Behandlungsdokumentation im Rahmen von Disease Management Programmen erfolgt ebenso wie der Versand elektronisch. Informationen und Dokumente zu diesem als eDMP bezeichneten Verfahren sind auf einer speziellen eDMP-Seite bereitgestellt.

Optimale Behandlung dank strukturierter Versorgungskette

Durch DMP sollen die Symptome und der Verlauf chronischer Krankheiten hinausgezögert oder eingedämmt werden. Der Patient wird in einer strukturierten Behandlungskette behandelt und stärker in den Behandlungsprozess eingebunden. Dazu legt der koordinierende Arzt mit ihm den Behandlungsverlauf, Therapieziele und Untersuchungstermine fest.

Die Behandlung verläuft nach standardisierten Vorgaben, bei der alle Therapieschritte wie Behandlung, Rehabilitation und Pflege auf der Grundlage evidenzbasierter Leitlinien aufeinander abgestimmt werden. Zur Qualitätskontrolle müssen Ärzte den Behandlungsverlauf regelmäßig dokumentieren.

Gemeinsamer Bundesausschuss legt DMP-Anforderungen fest

Die Anforderungen für DMP werden durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossen und dem Bundesministerium für Gesundheit zur Festlegung in einer Rechtsverordnung empfohlen. Der G-BA überprüft dabei die Anforderungen regelmäßig und aktualisiert sie bei Bedarf. Die wissenschaftlichen Grundlagen für DMP erarbeitet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die Umsetzung der DMP wird regional von den Krankenkassen mit Ärzten und anderen Leistungserbringern verhandelt und vom Bundesversicherungsamt zugelassen. Nach der Zulassung können sich Patienten bei den beteiligten Ärzten oder Krankenhäusern einschreiben.

(Quelle: KV Berlin)

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