QS-Leistung Rhytmusimplantat-Kontrolle

Grundlage

Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur Kontrolle von aktiven kardialen Rhythmusimplantaten (Qualitätssicherungsvereinbarung Rhythmusimplantat-Kontrolle), Inkrafttreten: 01.10.2018
77 KB [9 Seiten]

Vereinbarung über telemedizinische Leistungen in der vertragsärztlichen Versorgung (Anlage 31 BMV-Ä), Inkrafttreten: 01.01.2017
162 KB [11 Seiten]


Leistungen

  • Funktionsanalyse eines Herzschrittmachers(HSM) nach der EBM-Nr.: 04411 bzw. 13571
  • Funktionsanalyse eines implantierten Kardioverters/Defibrillators (ICD)nach der EBM-Nr.: 04413 bzw. 13573
    einschließlichtelemedizinischer Funktionsanalysenach der EBM-Nr.: 04414 bzw. 13574
  • Funktionsanalyse eines implantierten Systems zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) nach der EBM-Nr.: 04415 bzw. 13575 einschließlich telemedizinischer Funktionsanalyse nach der EBM-Nr.: 04416 bzw. 13576


Wer kann die Leistung beantragen

  • Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
  • Facharzt für Innere Medizin mit der Schwerpunktbezeichnung „Kardiologie“
  • Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit der Schwerpunktbezeichnung "Kinder-Kardiologie"


Fachliche Anforderungen

  • Facharzt einer der o.g. Fachrichtungen
    und

1. Alternative

Nachweis über*

    1. Bei Beantragung von Leistungen der Herzschrittmacherkontrolle:
      Selbständige Indikationsstellung bzw. Sicherung der Indikation, Durchführung und Dokumentation von 200 Herzschrittmacherkontrollen unter Anleitung innerhalb von 36 Monaten vor Antragstellung
    2. oder
    3. Bei Beantragung von Leistungen der Herzschrittmacher- und der ICD-Kontrolle:
      Selbständige Indikationsstellung bzw. Sicherung der Indikation, Durchführung und Dokumentation von 150 Herzschrittmacher-kontrollen und 50 ICD-Kontrollen unter Anleitung innerhalb von 36 Monaten vor Antragstellung
    4. oder
    5. Bei Beantragung von Leistungen der Herzschrittmacher-, ICD- und CRT-Kontrolle:
      Selbständige Indikationsstellung bzw. Sicherung der Indikation, Durchführung und Dokumentation von 150 Herzschrittmacher-kontrollen, 50 ICD-Kontrollen und 30 CRT-Kontrollen unter Anleitung innerhalb von 36 Monatenvor Antragstellung.
      oder
      Nachweis über selbständig durchgeführte Leistungen der unter a) bis c) geforderten Anzahl unter Anleitung, soweit diesenicht innerhalb des geforderten Zeitraums von 36 Monatenvor Antragstellung durchgeführt wurden.

    Die Anleitung muss bei einem Arzt stattgefunden haben, der nach der Weiterbildungsordnung zur Weiterbildung in dem Gebiet und Schwerpunkt Kardiologie befugt ist.

    2. Alternative

    Nachweis der Zusatzqualifikation „Spezielle Rhythmologie“

    *Die Anforderungen der unter a) bis c) geforderten Anzahl gelten aufgrund der sehr geringen Patientenzahlen nicht für Kinder-Kardiologen.

    Voraussetzungen bei telemedizinischer Kontrolle

    Bei telemedizinischer Kontrolle kardialer Rhythmusimplantate ist zu gewährleisten, dass die Rückmeldung an den Patienten zu den Ergebnissen der Implantatkontrolle bei Auffälligkeiten bzw. Umprogrammierungsbedarf spätestens am nächsten Werktag, ansonsten innerhalb der drei nächsten Werktage, erfolgt.
    und
    Nachweis - in Form einer Verpflichtungserklärung - über die Erfüllung der Vorgaben zu den technischen und organisatorischen Voraussetzungen entsprechend der "Vereinbarung über telemedizinische Leistungen in der vertragsärztlichen Versorgung" (Anlage 31 BMV-Ä).


    Apparative Voraussetzungen

    1. ein implantatspezifisch geeignetes Programmiergerät
    2. ein zur Implantatkontrolle geeigneter EKG-Schreiber mit mindestens drei Kanälen
    3. eine Notfallausrüstung zur kardio-pulmonalen Wiederbelebung, einschließlich Defibrillator

    Gerätenachweis über die Erfüllung der Anforderungen an die apparative Ausstattung.
    und
    Bezüglich der Software der Programmiergeräte hat der Arzt die Verpflichtung zur Mitwirkung an korrektiven Maßnahmen entsprechend den Maßnahmenempfehlungen des Verantwortlichen nach § 5 MPG (z.B. des Herstellers des Implantats) nach § 16 Medizinprodukte-Sicherheitsverordnung zu erfüllen. Weitere Pflichten nach dem Medizin-produkterecht, wie etwa die Meldepflichten nach § 3 Abs. 2 Medizinprodukte-Sicherheitsplanverordnung, bleiben unberührt.


    Weitere Anforderungen

    • Einverständniserklärung zur Überprüfung bezüglich der Erfüllung der apparativen Gegebenheiten in der Praxis (§ 10 Abs. 4)
    • Verpflichtung zur Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen zur Kardiologie (§ 7)
    • Verpflichtung zur schriftlichen Dokumentation (§ 8)
    • Verpflichtung zur Teilnahme an Stichprobenprüfungen der ärztlichen Dokumentation (§ 9 i.V.m. § 8)


    Formulare

    Antrag auf Abrechnungsgenehmigung (gültig ab 01.10.2018)

    271 KB [5 Seiten]

    Gerätenachweis

    50 KB [2 Seiten]

    Bestätigung Apparategemeinschaft

    110 KB [2 Seiten]

    Verpflichtungserklärung

    158 KB [3 Seiten]

    Die PDF-Formulare sind am PC ausfüllbar. Bitte übersenden Sie uns diese nach dem Druck handschriftlich unterschrieben und mit dem Praxisstempel versehen!

    Bitte beachten Sie: Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

    zurück zur QS-Übersicht

    (Quelle: KV Berlin)

Praxis-Service

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung
(PDF, 271 KB [5 Seiten])

Gerätenachweis
(PDF, 50 KB [2 Seiten])

Bestätigung Apparategemeinschaft
(PDF, 110 KB [2 Seitenn])

Verpflichtungserklärung
(PDF, 158 KB [3 Seiten])
button_drucken
Copyright © Kassenärztliche Vereinigung Berlin