QS-Leistung Gynäkologische Exfoliativzytologie

Grundlagen

Qualitätssicherungsvereinbarung gemäß § 135 Abs. 2 SGB V zur zytologischen Untersuchung von Abstrichen der Zervix Uteri (Qualitätssicherungsvereinbarung Zervix-Zytologie),
Inkrafttreten 01.01.2015 (ersetzt QS-Vereinbarung vom 01.10.2007)

1.4 MB [14 Seiten]


Leistungen

01733 EBM Zytologische Untersuchung gemäß Abschnitt B. 2 der
                 Krebsfrüherkennungs-Richtlinien
01826 EBM Zytologische Untersuchung im Rahmen der
                 Empfängnisregelung
19311 EBM Zytologische Untersuchung (kurativ)


Wer kann die Leistung beantragen

  • Facharzt für Pathologie
  • Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe


Fachliche Anforderungen

Fachliche Befähigung des zytologieverantwortlichen Arztes

  • Facharzt einer der o.g. Fachrichtungen
    und
  • Nachweis einer mindestens halbjährigen ganztägigen Tätigkeit oder einer vom Umfang her vergleichbaren, maximal zweijährigen berufsbegleitenden Tätigkeit in der zytologischen Diagnostik in einem zytologischen Labor (Anforderungen siehe unten), mit der persönlichen Beurteilung von mindestens 5.000 Fällen aus der gynäkologischen Exfoliativ-Zytologie, in denen (ggf. unter Einbeziehung einer Lehrsammlung) mindestens 200 Fälle von Zervix-Karzinomen oder deren Vorstadien enthalten sein müssen
    und
  • erfolgreiche Teilnahme an der Präparateprüfung (Anlage 1, § 3 Abs. 1 Nr. 3)
    oder
  • Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer anderen, von der KV anerkannten, gleichwertigen Prüfung

Das zytologische Labor muss folgende Anforderungen erfüllen:

  • Der anleitende Arzt muss die Voraussetzungen für die fachliche Befähigung zur zytologischen Untersuchung von Abstrichen der Zervix Uteri erfüllen sowie mindestens 2 Jahre in der gynäkologisch-zytologischen Diagnostik tätig gewesen sein.
  • Die Einrichtung muss über eine Lehrsammlung mit mindestens 200 Präparaten verfügen, in der eine repräsentative Auswahl von Präparaten enthalten ist, die negative, unklare und positive Zellbilder beinhaltet.
  • In der Einrichtung müssen jährlich mindestens 12.000 Fälle beurteilt werden. Einrichtungen, die zytologische Präparate von gynäkologischen Fachabteilungen zur Beurteilung erhalten, sind geeignet, wenn sie mindestens 6.000 Fälle im Jahr befunden, die einen hohen Anteil histologisch abklärungsbedürftiger Befunde aufweisen.

Fachliche Befähigung der Präparatebefunder (unter Aufsicht und Anleitung des zytologieverantwortlichen Arztes)

  • erfolgreich abgeschlossene Ausbildung als „Zytologisch tätiger Assistent“ (ZTA) an Fachschulen für ZTA (Zytologie-Schulen)
    oder
  • erfolgreich abgeschlossene staatliche Prüfung als „Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent“ (MTA-L) an einer staatlich anerkannten Lehreinrichtung mit einer anschließenden ganztägigen einjährigen praktischen Tätigkeit in einer Laboreinrichtung der Zervix-Zytologie.
  • In dieser Zeit müssen mindestens 3.000 Fälle der gynäkologischen Exfoliativ-Zytologie selbständig vorgemustert worden sein.
  • Die vorgelegten Zeugnisse müssen Angaben darüber enthalten, dass theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen in folgenden Bereichen erworben wurden: Systematische Präparatevormusterung, technische Beurteilung der Präparate auf ihre Brauchbarkeit zur ärztlichen Diagnostik, Erkennung verschiedener Floren und Hinweiszeichen auf Krankheitserreger, Erkennung der verschiedenen Zelltypen einschließlich der Erkennung von Endozervikalzellen.
  • Der zytologieverantwortliche Arzt muss die Qualifikation der im Zytologie-Labor tätigen Präparatebefunder bei der Kassenärztlichen Vereinigung durch die Vorlage von Zeugnissen und / oder Bescheinigungen namentlich belegen.


Räumliche und apparative Voraussetzungen

Die Zytologie-Einrichtung muss über einen zytologischen Arbeitsplatz mit folgender Mindestausstattung verfügen: Annahmebereich, Färberaum oder -bereich, Mikroskopierraum oder -bereich, Archivbereich, Lagerbereich.

Der Färberaum oder -bereich muss vom übrigen Laborbereich räumlich getrennt sein, die geltenden Vorschriften zum Umgang mit Gefahrenstoffen bzw. Arbeitsschutzvorschriften sind einzuhalten. Zum Mikroskopierraum oder -bereich gehört ein binokulares Mikroskop mit einer Mindestausstattung mit 10x und 40x Objektiven sowie den entsprechenden 10x und 12x Okularen. Zum Zwecke der internen Fortbildung muss ein Diskussionsmikroskop oder eine vergleichbare Einrichtung im Labor vorhanden sein.

Weitere Anforderungen

Die Präparatebefundung muss in den Räumen der zytologischen Einrichtung an einem zytologischen Arbeitsplatz erfolgen.


Abrechnung

Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung Zervix-Zytologie
307 KB [5 Seiten]

Die PDF-Formulare sind am PC ausfüllbar. Bitte übersenden Sie uns diese nach dem Druck handschriftlich unterschrieben und mit dem Praxisstempel versehen!


Jahresstatistik zur Durchführung von zytologischen Untersuchungen

Gemäß § 8 Abs. 1 der QS-Vereinbarung Zervix-Zytologie (gültig seit 01.10.2007) hat der zytologieverantwortliche Arzt eine Jahresstatistik zu erstellen.

Die Datenübertragung der Jahresstatistik erfolgt in elektronischer Form und ist jeweils bis zum 31. Juli des Folgejahres bei der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin einzureichen. Diese überprüft die Daten auf Vollständigkeit und erstellt eine jährliche Gesamtstatistik, die den Ärzten in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt wird („Benchmark-Berichte“).

Die Vorlage für die Jahresstatistik einfach öffnen, ausfüllen, speichern und an die KV Berlin zurücksenden:

- ab 01.01.2015  31 KB [1 Seite]

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