QS-Leistung Substitutionsgestützte Behandlung Opioidabhängiger

Drogenabhängigkeit ist eine behandlungsbedürftige chronische Krankheit. Die wichtigsten Therapieziele sind Sicherung des Überlebens, gesundheitliche und soziale Stabilisierung, berufliche Rehabilitation, soziale Reintegration und Opiatfreiheit.

Grundlage

Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung, Anlage 1 Nr. 2: Substitutionsgestützte Behandlung Opioidabhängiger vom 17.01.2006 in der derzeit gültigen Fassung
534 KB [8 Seiten]


Leistungen

  • 01949 EBM Prüfung der Voraussetzungen für die Behandlung im Rahmen der Take-Home-Vergabe nach den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses
  • 01950 EBM Substitutionsgestützte Behandlung Opioidabhängiger
  • 01951 EBM Zuschlag zur GOP 01949 und GOP 01950 für die Behandlung an Samstagen, Sonn- und gesetzlichen Feiertagen, am 24.12 und 31.12.
  • 01952 EBM Zuschlag zu den GOP 01949, 01950, 01953 oder 01955 für das therapeutische Gespräch und eigenständige Videosprechstunde, ohne Telefonkonsultationen (vorerst bis 30.09.2020)
  • 01953 EBM Substitutionsgestützte Behandlung Opioidabhängiger mit einem Depotpräparat (vorerst bis 30.09.2020)
  • 01955 EBM Diamorphingestützte Behandlung Opioidabhängiger, einschließlich Kosten
  • 01956 EBM Zuschlag zur GOP 01955 für die Behandlung an Samstagen, Sonn- und gesetzlichen Feiertagen, am 24.12 und 31.12
  • 01960 EBM Konsiliarische Untersuchung und Beratung eines Patienten im Rahmen des Konsiliarverfahrens


Wer kann die Leistung beantragen

  • an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Ärzte

Fachliche Anforderungen

  • an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmender Arzt
    und

    für die generelle Substitutionsbehandlung
  • Nachweis über den Erwerb der Fachkunde "Suchtmedizinische Grundversorgung" gemäß § 5 Abs. 3 BtMVV bzw. ein vergleichbarer von der zuständigen Ärztekammer anerkannter Qualifikationsnachweis
    oder
  • Nachweis der Voraussetzungen gemäß § 5 Abs. 4 BtMVV (Konsilliarregelung)

    für die diamorphingestützte Substitutionsbehandlung
  • Nachweis über die Erlaubnis zum Betrieb einer Einrichtung zur diamorphingestützten Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger nach § 13 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2a und 2b BtMG sowie § 5a Abs. 2 BtMVV
    und
  • Nachweis über den Erwerb der erweiterten Fachkunde "Suchtmedizinische Grundversorgung" gemäß § 2 Abs. 1 der o.g. Richtlinie


Abrechnung

Bitte beachten Sie: Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung

110 KB [4 Seiten]

109 KB [3 Seiten] (diamorphingestützte Substitutionsbehandlung)

Die PDF-Formulare sind am PC ausfüllbar. Bitte übersenden Sie uns diese nach dem Druck handschriftlich unterschrieben und mit dem Praxisstempel versehen!

 

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(Quelle: KV Berlin)

Aktuell

Praxis-News April 2020:
Substitution: Therapiegespräche befristet per Telefon und Video möglich und neue GOP im EBM

Opioid-Substitution und Sars-CoV-2/Covid-19:
Hinweise für substituierende Ärzte
(PDF, 719 KB [4 Seiten]

Bundesärztekammer:
FAQ-Liste zur Substitutionsbehandlung
(PDF, 515 KB [34 Seiten]

Mehr zu dieser QS-Leistung

Praxisinformation:
Methadonsubstitution
(PDF, 355 KB [2 Seiten])

Durchführungsbestimmungen
Substitution der KV Berlin

(PDF, 315 KB [13 Seiten]))
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