QS-Leistung Onkologie


Grundlagen

Bundeseinheitliche Vereinbarung

Vereinbarung über die qualifizierte ambulante Versorgung krebskranker Patienten "Onkologie-Vereinbarung" (Anlage 7 zu den Bundesmantelverträgen), in der Fassung vom 05.12.2017, gültig ab 01.01.2018
136 KB [22 Seiten]

Regionale Vereinbarung Berlin

Vereinbarung über die Fortführung der regionalen Onkologievereinbarung, In-Kraft-Treten am 01.01.2011
527 KB [2 Seiten]

Vereinbarung über die Teilnahmevoraussetzungen und die Vergütung für die qualifizierte ambulante Versorgung krebskranker Patienten in Berlin gemäß § 3 Abs. 7 und § 9 der Anlage 7 zu den Bundesmantelverträgen (BMV) "Onkologie-Vereinbarung", In-Kraft-Treten am 01.10.2009
519 KB [4 Seiten]


Leistungen

Bundeseinheitliche Vereinbarung

  • 86510 Behandlung florider Hämoblastosen
  • 86512 Behandlung solider Tumore
  • 86514 Intrakavitäre zytostatische Tumortherapie (Zuschlag für 86510 und 86512)
  • 86516 Intravasale zytostatische Tumortherapie (Zuschlag für 86510 und 86512)
  • 86518 Palliativversorgung (Zuschlag für 86510 und 86512)

Regionale Vereinbarung Berlin

Qualifikationszuschlag zu den Leistungen der „Onkologie-Vereinbarung“

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Wer kann die Leistung beantragen

Bundeseinheitliche Vereinbarung

Fachärzte
- mit Schwerpunkt „Hämatologie und Internistische Onkologie“
- mit Zusatzbezeichnung „Medikamentöse Tumortherapie“
- mit Zusatzbezeichnung „Gynäkologische Onkologie“

Regionale Vereinbarung Berlin

Genehmigungsinhaber der „Onkologie-Vereinbarung“ Anlage 7 zu den BMV

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Fachliche Anforderungen

Bundeseinheitliche Vereinbarung

Facharzt einer der o.g. Fachrichtungen
oder
Facharztweiterbildung mit „Medikamentöser Tumortherapie“ als integraler Bestandteil
und
Facharzt für „Innere Medizin“ mit der Zusatzbezeichnung „Hämatologie und Internistische Onkologie“:

  • Behandlung innerhalb der letzten 12 Monate vor Antragstellung von durchschnittlich 120 Patienten pro Quartal mit soliden oder hämatologischen Neoplasien, darunter 70 Patienten mit medikamentöser Tumortherapie und davon 30 mit intravenöser und/oder intrakavitärer und/oder intraläsionaler Tumortherapie

oder
Facharzt einer „anderen Fachgruppe“

  • Behandlung innerhalb der letzten 12 Monate vor Antragstellung von durchschnittlich 80 Patienten pro Quartal mit soliden oder hämatologischen Neoplasien, darunter 60 Patienten, die mit antineoplastischer Therapie und 20 Patienten, die mit intravenöser und/oder intrakavitärer und/oder intraläsionaler Therapie behandelt wurden

und

  • Fachkundenachweis für die Durchführung von Hämotherapie gemäß den Richtlinien des Transfusionsgesetzes
  • Bildung einer onkologischen Kooperationsgemeinschaft gemäß § 6
  • regelmäßige Teilnahme an zertifizierten Fortbildungsveranstaltungen und jährlicher Nachweis von 50 Fortbildungspunkten gemäß § 7
  • kontinuierliche Fortbildung des Praxispersonals

Ergänzende Regelungen zu Patientenzahlen und Qualifikation [mehr...]

Regionale Vereinbarung Berlin

analog zur „Onkologie-Vereinbarung“, jedoch unter Berücksichtigung der modifizierten Patientenzahlen wie folgt:

Fachgruppe
Anzahl Patienten mit soliden Neoplasien
Anzahl der Patienten mit medikamentöser
Tumortherapie
Anzahl intravenöser und/oder intrakavitärer antineoplastischer oder intraläsionaler Behandlung
Gynäkologen
40
30
5
Urologen
50
25
5
Lungenfachärzte
20
10
2
Hautärzte
40
15
keine Mindesfallzahl
Chirurgen
20
15
5

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Räumliche und apparative Voraussetzungen

Bundeseinheitliche Vereinbarung

  • Einrichtung einer ausreichenden Anzahl spezieller Behandlungsplätze mit angemessener technischer Ausstattung (inklusive programmierbarer Medikamentenpumpen) gemäß § 5 für intravenöse Chemotherapie und Bluttransfusionen, die auch für bettlägerige Patienten erreichbar sind und bei Bedarf auch an Wochenenden und Feiertagen zur Verfügung stehen
  • separate Untersuchungs- und Behandlungsräume für stark immundefiziente Patienten oder Patienten mit ansteckenden Erkrankungen

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Weitere Anforderungen

Bundeseinheitliche Vereinbarung

Organisatorische Anforderungen gemäß § 5

  • ständige Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten, insbesondere mit dem Hausarzt, dem ambulanten Pflegedienst, den Fachabteilungen benachbarter zugelassener Krankenhäuser und einem Hospiz
  • Sicherstellung einer 24-stündigen Rufbereitschaft
  • Notfallpläne für Patienten mit onkologischen Erkrankungen einschließlich der schnellstmöglichen Verlegung auf die Intensivstation bzw. in ein Krankenhaus
  • Beschäftigung von ausreichend qualifiziertem Personal (staatlich geprüftes Pflegepersonal mit onkologischer Zusatzqualifikation) oder qualifizierte Arzthelferinnen als Assistenz, die über eine dreijährige onkologische Qualifikation von 120 Stunden, die auch unmittelbar nach der Einstellung aufgenommen und berufsbegleitend erworben werden kann, verfügen
  • Abfallentsorgung nach den Richtlinien der jeweils zuständigen Behörde
  • Mitgliedschaft in einem interdisziplinären onkologischen Arbeitskreis oder Tumorzentrum

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Abrechnung

Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung
295 KB [7 Seiten]

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(Quelle: KV Berlin)

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