QS-Leistung Laboratoriumsuntersuchungen / Erweitertes Neugeborenen-Screening

Grundlage

Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern (Kinder-Richtlinie, Abschnitt C, Kapitel I) in der jeweils geltenden Fassung
700 KB [36 Seiten]


Leistungen

Das erweiterte Neugeborenen-Screening dient der Früherkennung von angeborenen Stoffwechseldefekten, endokrinen Störungen und Immundefekten bei Neugeborenen, die die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder in nicht geringfügigem Maße gefährden.

01724 EBM Erweiterte Neugeborenen-Screeninguntersuchung der Zielkrankheiten mittels Laboruntersuchungsverfahren, Tandemmassenspektrometrie bzw. quantitativer oder semi-quantitativer Polymerase Chain Reaction (PCR)


Wer kann die Leistung beantragen

Fachärzte für Laboratoriumsmedizin


Fachliche Anforderungen

  • Facharzt der o.g. Fachrichtung
    oder
  • Nachweis über die Fachkunde „Laboruntersuchung“
    oder
  • Nachweis über die Zusatzweiterbildung „Fachgebundene Labordiagnostik“
    und
  • Nachweis über die persönliche Erbringung von 20.000 Tandemmassenspektrometrien und quantitativen oder semi-quantitativen PCR innerhalb der letzten 12 Monate vor Antragstellung
    oder
  • Nachweis über die regelmäßige Erbringung von Tandemmassenspektrometrien und quantitativen oder semi-quantitativen PCR über einen Zeitraum von zwei Jahren vor Antragstellung
  • ggf. Teilnahme an einem Fachkolloquium


Räumliche und apparative Voraussetzungen

  • Ausstattung mit entsprechenden technischen Einrichtungen (gelten mit der Akkreditierung für medizinische Laborleistungen durch die DAkkS GmbH)


Weitere Anforderungen

Anforderungen an die Labore

  • Mindestzahl von 50.000 untersuchter Erstscreeningproben innerhalb eines Jahres
  • Versendung der Filterpapierkarten an die Leistungserbringer, für die das Labor Laborleistungen nach dieser Richtlinie erbringt
  • Erstellung und vierteljährliche Aktualisierung eines Verzeichnisses der nächsterreichbaren Zentren mit pädiatrischen Stoffwechselspezialisten oder Endokrinologen sowie spezialisierten immunologischen Einrichtungen mit 24-stündiger Erreichbarkeit zur Information bei Verdacht auf das Vorliegen einer der Zielkrankheiten


Abrechnung

Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung
formloser Antrag ausreichend

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(Quelle: KV Berlin)

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