QS-Leistung Abklärungskolposkopie

Grundlage

Qualitätssicherungsvereinbarung zur Abklärungskolposkopie gemäß § 135 Abs. 2 SGB V, Inkrafttreten: 01.01.2020
569 KB [14 Seiten]

 

Leistungen

01765 EBM Abklärungskolposkopie gemäß Teil III. C. § 7 der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme (oKFE-RL)

Wer kann die Leistung beantragen

  • Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Fachliche Anforderungen

  • Facharzt der o.g. Fachrichtung
    und
  • Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Basiskolposkopiekurs von 8 Stunden und einem Fortgeschrittenenkurs von 14 Stunden oder einer in Inhalt und Umfang gleichwertigen Qualifikation (alternativ Kolposkopiediplom)
    und
  • Nachweis von mindestens 100 Kolposkopien mit abnormen Befunden von Portio, Vagina und Vulva und davon mindestens 30 histologisch gesicherte Fälle intraepithelialer Neoplasien oder invasiver Karzinome in den letzten 12 Monaten oder Nachweis einer klinischen Tätigkeit, insbesondere in der kolposkopischen Diagnostik über mindestens 160 Stunden an 20 Arbeitstagen in einer Einrichtung mit Schwerpunkt Diagnostik abnormer Befunde von Portio, Vagina und Vulva in den letzten 24 Monaten
    und
  • Nachweis von Kenntnissen (z. B. Fort- und Weiterbildung) operativer Verfahren bei vulvaren, vaginalen und zervikalen Veränderungen
    oder
  • Nachweis eines gültigen Zertifikats der Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft e.V OnkoZert über die Erfüllung von definierten fachlichen Anforderungen an eine Dysplasie-Sprechstunde oder Dysplasie-Einheit.

Organisatorische Anforderungen

Kooperationsvereinbarung mit einer Einrichtung, die auf die Behandlung von Gebärmutterhalskrebs spezialisiert ist.

Räumliche und apparative Anforderungen

  • Kolposkop mit mindestens zwei Vergrößerungsstufen zwischen 7- und 15-fach und einer Lichtquelle
    Analoge Geräte müssen eine direkte binokulare Befundung/Beurteilung ermöglichen. Digitale Geräte müssen in Bildqualität und Auflösung mindestens dem Standard der analogen Geräte entsprechen.
  • Die Praxis muss mit einem gynäkologischen Stuhl ausgestattet sein.

Weitere Anforderungen

Für die Aufrechterhaltung der Abrechnungsgenehmigung sind folgende Nachweise zu erbringen:

  • jährlicher Nachweis von mindestens 100 Abklärungskolposkopien mit abnormen Befunden von Portio, Vagina und Vulva und davon mindestens 30 histologisch gesicherten Fällen intraepithelialer Neoplasien oder invasiver gynäkologischer Dysplasie in den letzten 12 Monaten
    und
  • jährlicher Nachweis der regelmäßigen Teilnahme (mindestens zwei Mal pro Halbjahr) an interdisziplinären Fallkonferenzen (z. B. Tumorkonferenz). Dies kann durch persönliche Anwesenheit oder in begründeten Ausnahmefällen per Videokonferenz erfolgen. Alternativ können 10 Fortbildungspunkte themenbezogen in 2 Jahren anerkannt werden.

Abrechnung

Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung
124 KB [6 Seiten]

Formular „persönlicher Einzelnachweis“
313 KB [7 Seiten]

Die PDF-Formulare sind am PC ausfüllbar. Bitte übersenden Sie uns diese nach dem Druck handschriftlich unterschrieben und mit dem Praxisstempel versehen!

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(Quelle: KV Berlin)

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