QS-Leistung Hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom

Grundlage

Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur hyperbaren Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom, Inkrafttreten: 01.10.2019

162 KB [10 Seiten])


Leistungen

GOP 30216 EBM Untersuchung auf Eignung und Feststellung der Druckkammertauglichkeit vor der ersten Druckkammersitzung für die hyperbare Sauerstofftherapie gemäß der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (Nr. 22 der Anlage I „Anerkannte Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden“ der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung), einschl. Sachkosten.

GOP 30218 EBM Hyperbare Sauerstofftherapie gemäß der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (Nr. 22 der Anlage I „Anerkannte Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden“ der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung), einschl. Sachkosten

Wer kann die Leistung beantragen

  • Fachärzte im Gebiet Innere Medizin,
  • Fachärzte für Allgemeinmedizin,
  • Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,
  • Fachärzte für Anästhesiologie,
  • Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie,
  • Fachärzte im Gebiet Chirurgie

Fachliche Anforderungen

Facharzt einer der o. g. Fachrichtungen

mit gültigem „Druckkammerarzt“-Diplom der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e. V. oder mit gleichwertiger Qualifikation

Durchführung von mindestens einer Behandlungsfolge (Behandlung eines Patienten an zehn verschiedenen Terminen) der hyperbaren Sauerstofftherapie bei DFS unter Anleitung.

Der anleitende Arzt muss über ein gültiges Diplom „Leitender Druckkammerarzt“ der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V. oder eine gleichwertige Qualifikation verfügen.

Organisatorische Voraussetzungen

Die Durchführung der Leistung nach der GOP 30218 setzt folgende kontinuierliche personelle Mindestbesetzung im Bereich der Druck-kammer für Druckkammer-Behandlungen von nicht-intensivbehand-lungspflichtigen Patienten voraus:

  • Mindestens ein Facharzt einer der o.g. Fachrichtungen jeweils mit dem o.g. Diplom oder mit gleichwertiger Qualifikation;

und

  • ein Anästhesie-, OP- oder Intensivpfleger mit Zusatzausbildung der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e. V. für Assistenz-personal in medizinischen Druckkammerzentren für hyperbare Sauerstoffbehandlung („Hyperbarmedizinische/r Assistent/in“) oder mit gleichwertiger Qualifikation;

und

  • ein Schleusenwärter gemäß § 18 Absatz 1 Nr. 4 der Verordnung über Arbeiten in Druckluft (DruckLV) oder eine Person mit Diplom „Druckkammerbediener/in“ der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e. V. oder mit gleichwertiger Qualifikation.
  • Mindestens ein Arzt und eine andere Person müssen druckkammer-tauglich sein und über aktuell gültige Bescheinigungen der Druckkammertauglichkeit verfügen, die in regelmäßigen Abständen von jeweils maximal 12 Monaten zu bescheinigen ist.
  • Verfahrensanweisungen zum Vorgehen bei diabetologischen und anderen medizinischen Notfällen sowie bei technischen Störfällen sind vorzuhalten und in komprimierter Form im Bereich der Druckkammer gut sichtbar anzubringen. Das Personal ist diesbezüglich regelmäßig zu schulen.
  • Zur Beurteilung der Notwendigkeit der Weiterbehandlung des Patienten ist dem überweisenden Facharzt oder seiner Vertretung gemäß § 17 Abs. 3 BMV-Ä nach jeder 10. Druckkammerbehand-lung ein entsprechender Arztbericht inklusive Fotodokumentation zu übermitteln.
  • Sofern das Druckkammerzentrum die Anforderungen gemäß Abschnitt 30.2.2 Nr. 4 EBM nicht selbst erfüllt, ist der KV stattdessen nachzuweisen, dass für die Behandlung von Patienten mit diabetischem Fußsyndrom eine ständige Zusammenarbeit mit mind. einer qualifizierten Einrichtung gemäß den Anforderungen a.a.O. besteht.


Räumliche und apparative Voraussetzungen

  • Das Druckkammersystem muss für die Anwendung des Problemwunden-Therapieschemas 240-90 geeignet sein und muss mindestens über drei Plätze in der Hauptkammer verfügen.
  • Der ständige Sicht- und Sprechkontakt mit den Patienten muss gewährleistet sein.
  • Eine Überwachung der Körperfunktionen (EKG, Atmung, Pulsoxy-metrie) des Patienten muss ständig gewährleistet sein. Im Notfall muss ein Arzt jederzeit in die Druckkammer eingeschleust werden können, um erste Hilfe oder eine notwendige medizinische Notfallbehandlung durchführen und ggf. den Patienten hinaus begleiten zu können. Medizinisches Notfallinstrumentarium und -material muss im Bereich der Druckkammer vorgehalten werden.
  • Die Druckkammern müssen auch bei Stromausfall sicher weiter betrieben werden können.
  • Die Druckkammer und ihre Ausstattung müssen den Vorgaben der DIN EN 14931:2006 entsprechen.
  • Die Druckkammeranlagen und ihr Betrieb müssen den Vorschriften des MPG und der MPBetreibV entsprechen.


Formulare

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung

222 KB [3 Seiten]

Die PDF-Formulare sind am PC ausfüllbar. Bitte übersenden Sie uns diese nach dem Druck handschriftlich unterschrieben und mit dem Praxisstempel versehen!

Bitte beachten Sie: Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

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(Quelle: KV Berlin)

Praxis-Service

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung
(PDF, 222 KB [3 Seiten])

Rechtsgrundlagen

Richtlinie Methoden vertragsärztlicher Versorgung Hyperbare Sauerstofftherapie,
in Kraft getreten: 12.10.2018
PDF, 224 KB [5 Seiten])

QS-Vereinbarung HBO bei DFS
(PDF, 162 KB [10 Seiten])
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