QS-Leistung Spezialisierte Versorgung von Patienten mit HIV-Infektion/Aids-Erkrankung

Grundlage

Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur spezialisierten Versorgung von Patienten mit HIV-Infektion/Aids-Erkrankung (Qualitätssicherungsvereinbarung HIV/Aids), Inkrafttreten: 1.7.2009
62 KB [12 Seiten]


Leistungen

  • 30920 EBM Zusatzpauschale für die Behandlung eines HIV-Infizierten ohne antiretrovirale Therapie
  • 30922 EBM Zuschlag für die Behandlung eines HIV-Infizierten mit antiretroviraler Therapie
  • 30924 EBM Zuschlag für die Behandlung eines Patienten mit HIV- assoziierten Erkrankungen, Aids-definierenden Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen Koinfektionen (z.B. Hepatitis B/C, Tuberkulose), ggf. mit antiretroviraler Therapie


Wer kann die Leistung beantragen?

  • Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin
  • Facharzt für Innere Medizin
  • Facharzt für Allgemeinmedizin
  • Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
  • Praktischer Arzt
  • Arzt ohne Gebietsbezeichnung


Fachliche Anforderungen

  • Facharzt einer der o.g. Fachrichtungen oder (Praktischer) Arzt
    und
  • Nachweis über eine mindestens 6-monatige ganztägige oder entsprechende teilzeitliche Tätigkeit in einer ambulanten oder stationären Einrichtung zur kontinuierlichen medizinischen Betreuung von HIV-/Aids-Patienten, welche den Anforderungen nach § 3 Abs. 2 entspricht
    und
  • Nachweis über die selbständige Betreuung von 25 HIV-/Aids- Patienten unter Anleitung, die auch die Verordnung antiretroviraler Medikamente umfasst
    und
  • Nachweis über theoretische Kenntnisse im Bereich "HIV/Aids" durch die Erlangung von 40 Fortbildungspunkten innerhalb von drei Jahren vor Antragstellung (Hospitationen werden nicht angerechnet.)


Räumliche und apparative Voraussetzungen

Räumliche Voraussetzungen

  • Vorhandensein von mindestens einem separaten Liege- und Infusionsplatz in der Praxiseinrichtung


Weitere Anforderungen

Organisatorische Anforderungen

  • regelmäßige Teilnahme an HIV-/Aids-spezifischen interdisziplinären Qualitätszirkeln, Fallkonferenzen und Arbeitsgruppen
  • Sicherstellung von regelmäßigen Schulungen der eigenen Praxismitarbeiter
  • Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der zur Versorgung von HIV-/Aids-Patienten in besonderem Maße erforderlichen Qualifikation durch die Erfüllung der in § 10 gesondert beschriebenen Voraussetzungen
  • Einhaltung der relevanten sozial- und versorgungsrechtlichen Vorschriften


Abrechnung

Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung
74 KB [3 Seiten]

Die PDF-Formulare sind am PC ausfüllbar. Bitte übersenden Sie uns diese nach dem Druck handschriftlich unterschrieben und mit dem Praxisstempel versehen!

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(Quelle: KV Berlin)

Praxis-Service

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung
(PDF, 97 KB [3 Seiten])

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Rechtsgrundlagen

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