QS-Leistung Nichtärztliche Praxisassistenz

Grundlage

Vereinbarung über die Erbringung ärztlich angeordneter Hilfeleistungen in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen gemäß § 87 Abs. 2b Satz 5 SGB V oder in hausärztlichen Praxen (Delegations-Vereinbarung) (Anlage 8 BMV-Ä)
Inkrafttreten: 17.03.2009, in der derzeit gültigen Fassung
82 KB [8 Seiten]


Leistungen

  • 03060 EBM Zuschlag zu der GO-Nr. 03040
  • 03061 EBM Zuschlag zu der GO-Nr. 03060
  • 03062 EBM GO-Nr. einschließlich Wegekosten für ärztlich angeordnete Hilfeleistungen anderer Personen
  • 03063 EBM GO-Nr. einschließlich Wegekosten für ärztlich angeordnete Hilfeleistungen anderer Personen
  • 03064 EBM Zuschlag zu der GO-Nr. 03062
  • 03065 EBM Zuschlag zu der GO-Nr. 03063


Wer kann die Leistung beantragen

  • Hausärztlich tätige Ärzte gemäß § 73 Abs. 1a Satz 1 Nrn. 1, 3, 4 und 5 SGB V


Fachliche Anforderungen für die nichtärztliche Praxisassistenz

  • Nachweis über einen qualifizierten Berufsabschluss gemäß der Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten/Arzthelfer(in) oder gemäß dem Krankenpflegesetz
    und
  • Nachweis über eine nach dem qualifizierten Berufsabschluss mindestens 3-jährige Berufserfahrung in einer hausärztlichen Praxis
    und
  • Nachweis über eine Zusatzqualifikation (inhaltlicher und zeitlicher Umfang gemäß § 7)
    • Theoretische Fortbildung zu den Themen Berufsbild, medizinische Kompetenz, Kommunikation/Dokumentation
    • Praktische Fortbildung in Form von Hausbesuchen
    • Fortbildung in Notfallmanagement

und

  • Nachweis über die regelmäßige Wochenarbeitszeit der nichtärztlichen Praxisassistenz von mindestens 20 Stunden

Hinweis zur Zusatzqualifikation: Wurden die erforderlichen Fortbildungen bereits begonnen, aber noch nicht abgeschlossen, ist dies nachzuweisen. In diesen Fällen ist die Genehmigung bis zum voraussichtlichen Abschluss der Fortbildung zu befristen, längstens jedoch für 4 Quartale. Diese Übergangsregelung gilt bis zum 31.12.2018


Weitere Voraussetzungen

  • jährliche Erklärung über die Anstellung der nichtärztlichen Praxisassistenz gegenüber der KV Berlin (§ 8 Abs. 3)
  • alle 3 Jahre Nachweis der Wiederholungsfortbildung Notfallmanagement

Die Abrechnung der Leistungen setzt eine Mindestzahl an Behandlungsfällen voraus. Alternativ kann eine Mindestzahl an Behandlungsfällen von Patienten, die 75 Jahre und älter sind, berücksichtigt werden. Es wird der Durchschnittswert der letzten vier Quartale zugrunde gelegt:

  • durchschnittlich mindestens 700 Fälle je Hausarzt (mit voller Zulassung) und Quartal (bei mehreren Hausärzten in der Praxis erhöht sich die Fallzahl um 521 Fälle je weiterem Hausarzt mit vollem Tätigkeitsumfang: d.h. bei einem Arztsitz 700, bei zwei Sitzen 1.221, bei 2,5 Sitzen 1482 Fälle, bei drei Sitzen 1.742 usw.)
    oder
  • im Schnitt mindestens 120 Fälle je Hausarzt bei Patienten, die älter als 75 Jahre sind (bei mehreren Hausärzten in der Praxis erhöht sich die Fallzahl um 80 Fälle je weiterem Hausarzt (mit vollem Tätigkeitsumfang): d.h. bei einem Sitz 120, bei zwei Sitzen 200, bei 2,5 Sitzen 240 Fälle, bei drei Sitzen 280 Fälle usw.)

Neu oder kürzer als 18 Monate zugelassene Ärzte gemäß Präambel 3.1 Nr. 1 des EBM (gültig ab 01.04.2015) werden in den auf die Zulassung folgenden sechs Quartalen mit einem Tätigkeitsumfang von null berücksichtigt.

Diese Zahlen werden für die Praxis bei Antragstellung durch die KV Berlin geprüft.

Voraussetzung für die Berechnung der Gebührenordnungspositionen 03060 bis 03065 durch Ärzte, die an einem Selektivvertrag gemäß § 73b SGB V (HzV-Verträge) und/oder einem Vertrag zur knappschaftsärztlichen Versorgung teilnehmen, ist der Nachweis aller selektivvertraglichen/knappschaftsärztlichen Behandlungsfälle gemäß Nr. 11 der Präambel 3.1 im Quartal gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung anhand der Gebührenordnungsposition 88194.

Abrechnung

Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung
221 KB [7 Seiten]

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(Quelle: KV Berlin)

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