QS-Leistung: Hautkrebs-Screening (EBM)

Die standardisierte Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs ist seit dem 1. Juli 2008 laut Beschluss des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten für eine regelmäßige Hautkrebs-Früherkennung werden damit von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ziel der Früherkennungsuntersuchung ist die frühzeitige Entdeckung des Malignen Melanoms, des Basalzellkarzinoms sowie des Spinozellulären Karzinoms.

Genehmigungspflichtige Leistung auf Grundlage des EBM [Auszug]


Leistungen

  • 01745 EBM Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs gemäß Abschnitt D. II. der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie

Leistungsinhalt:

  • Anamnese
  • Visuelle Ganzkörperinspektion der gesamten Haut einschließlich des behaarten Kopfes sowie aller Intertrigines
  • Befundmitteilung einschließlich diesbezüglicher Beratung
  • Dokumentation gemäß Abschnitt D. II. der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie

Die Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs darf bei gesetzlich Versicherten ab dem Alter von 35 alle zwei Jahre durchgeführt und abgerechnet werden.


Wer kann die Leistung beantragen

* Der Kurs soll insbesondere aus folgenden Inhalten bestanden:

  • potenzieller Nutzen und Schaden von Früherkennungsmaßnahmen, Kriterien zur Beurteilung von Früherkennungsmaßnahmen
  • Programm der Krebsfrüherkennungsuntersuchung, Gesundheitsuntersuchung und frühzeitige Sensibilisierung des Patienten
  • Maßnahmen zur Ansprache der Versicherten
  • Ätiologie des Hautkrebs, Krankheitsbilder, Häufigkeit, Risikofaktoren oder -gruppen
  • Anamnese, standardisierte visuelle Ganzkörperinspektion, Blickdiagnostik
  • Ablauf der Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs
  • Vorstellung und Diskussion von Fallbeispielen
  • Dokumentationsmaßnahmen
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit


Abrechnung

  • vollständige elektronische Dokumentation gemäß Abschnitt D, Punkt II., § 34 der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (Die elektronischen Dokumentationen müssen zusammen mit der Quartalsabrechnung auf getrennten Datenträgern bei der KV Berlin eingereicht werden. Dies kann mittels CD oder Diskette erfolgen.)

Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Antragsformular
115 KB [2 Seiten]


Sonderverträge zum Hautkrebs-Screening
Die mit der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin vor Einführung des Hautkrebs-Screenings geschlossenen Sonderverträge sind von den Krankenkassen inzwischen größtenteils gekündigt worden. Im Rahmen der noch bestehenden bzw. neu geschlossenen Verträge können ausschließlich Hautärzte eine Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs auch bei Patienten unter 35 Jahren durchführen. Ausführlichere Informationen zu diesen Verträgen finden Sie hier.

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(Quelle: KV Berlin)

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