Ermächtigung

Auch Krankenhausärzte oder -psychotherapeuten können sich an der ambulanten medizinischen Versorgung beteiligen.

Vom Zulassungsausschuss können sie zur Teilnahme an der ambulanten Versorgung ermächtigt werden, wenn bestimmte Leistungen im vertragsärztlichen Bereich nicht im notwendigen Umfang erbracht werden können. Die Ermächtigung ist in der Regel auf zwei Jahre befristet. Der Umfang der Ermächtigung – und damit die Anzahl der Leistungspositionen aus dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab – wird durch den Zulassungsausschuss festgelegt.

Ermächtigt werden können:

  • Krankenhausärzte und -psychotherapeuten,
  • ärztlich geleitete Einrichtungen wie Krankenhäuser, Hochschulambulanzen oder psychiatrische Institutsambulanzen,
  • Ärzte und Psychotherapeuten zum Zwecke der Fortführung der Praxis eines verstorbenen Arztes bis zur Entscheidung über die Nachbesetzung (max. zwei Quartale).

Wichtige Bedingungen für eine Ermächtigung sind:

  • Antrag beim Zulassungsausschuss (Erstantrag - ausschließlich für Krankenhausärzte!)
    Antrag beim Zulassungsausschuss (Folgeantrag - ausschließlich für Krankenhausärzte!)
  • Eintrag ins Arztregister
  • für Krankenhausärzte eine abgeschlossene Weiterbildung bzw. Vorlage entsprechender Urkunden durch die Bundesärztekammer
  • Nur begrenzte medizinische Leistungen dürfen ambulant erbracht werden.
  • Der jeweilige Arzt ist an ein bestimmtes Krankenhaus gebunden bzw. an eine Betriebsstätte oder eine Reha-Einrichtung.
  • Einverständnis des Krankenhauses

  • Vorliegen eines qualitativen oder quantitativen Bedarfs für die beantragten Leistungen

(Quelle: KV Berlin)

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