Weiterbildung / Weiterbildungsassistenten

Anstellung von Weiterbildungsassistenten

Die Weiterbildung zur Erlangung einer Facharztanerkennung (bzw. Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung) kann in den Praxen niedergelassener Vertragsärzte und in zugelassenen MVZ stattfinden. Die arbeitsrechtliche Form dieser Weiterbildung ist die Anstellung eines Weiterbildungsassistenten bei einem niedergelassenen Vertragsarzt, der die Befugnis der Ärztekammer zur Weiterbildung besitzt.

Für die Anstellung eines Weiterbildungsassistenten muss der Vertragsarzt folgende Unterlagen vorlegen:

  • Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten (kann formlos oder unter Verwendung des Formblatts erfolgen)
  • Kopie der Approbationsurkunde des Weiterbildungsassistenten
  • Kopie der Weiterbildungsermächtigung des antragstellenden Vertragsarztes
  • Angabe des Beschäftigungszeitraumes

Bei der Anstellung eines Weiterbildungsassistenten ist zu beachten, dass die Beschäftigung eines Assistenten nicht der Vergrößerung der Kassenpraxis (Fallzahlsteigerung um mehr als 25 %) oder der Aufrechterhaltung eines übergroßen Praxisumfangs dienen darf (§ 32 Abs. 3 Ärzte-ZV).


Förderung der Weiterbildung nach § 75 a SGB V

Zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung fördern die Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen die Weiterbildung in den Praxen niedergelassener Vertragsärztinnen und Vertragsärzte und in zugelassenen MVZ im Rahmen eines allgemeinmedizinischen oder auf die Weiterbildung in Allgemeinmedizin anrechnungsfähigen Weiterbildungsabschnittes durch einen Zuschuss zum Bruttogehalt der Ärzte in Weiterbildung. Voraussetzung ist die Antragstellung eines Praxisinhabers für die Förderung einer Assistentenstelle.

Als Beitrag zur Deckung des spezifischen Bedarfes der patientennahen ambulanten fachärztlichen Versorgung wird auch die fachärztliche Weiterbildung gefördert.

Bitte beachten Sie die "Informationen zu Regelungen für die Förderung weiterer Facharztgruppen" weiter unten.

Zum Herunterladen:


Neue Fördervereinbarung ab 01.07.2016

Mit dem Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes im Juli 2015 wurde das "Initiativprogramm Allgemeinmedizin – IPAM" in das SGB V - § 75a - aufgenommen und erweitert. Neuer Richtwert für die zu fördernden Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin ist die Mindestzahl von 7.500 Förderstellen. Für die ambulante Weiterbildung in weiteren Fachgebieten sind bundesweit 1.000 Förderstellen vorgesehen.

Die neue Vereinbarung zur Förderung trat nach Anpassung an die neuen gesetzlichen Vorgaben ab dem 01.07.2016 in Kraft.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung:
www.kbv.de » Themen A-Z » W » Weiterbildung in der Allgemeinmedizin

Seit 01.07.2016 ist ein erhöhter Förderbetrag von 4.800,-€ bei Vollzeitbeschäftigung eines Weiterbildungsassistenten in der Allgemeinmedizin von der KV zu zahlen und durch die Praxis in vollem Umfang als Zuschuss zum Bruttogehalt an den Weiterbildungsassistenten weiterzugeben (je Teilzeitstelle entsprechend anteilig, bei 50% 2.400,- €, bei 75% 3.600,- €).

Für die Beantragung der Förderung von Weiterbildungsassistenten sind die aktualisierten Antragsformulare zu verwenden: Antrag auf Gewährung eines Zuschusses

Die Förderung ist an die Beantragung und Genehmigung der Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten/einer Weiterbildungsassistentin gebunden. Die Gewährung der Förderung kann nur für die Zukunft und für vollständig abgeleistete Kalendermonate erfolgen.


Informationen zu Regelungen für die Förderung weiterer Facharztgruppen ab 01.10.2017:

Die Auswahl förderwürdiger Facharztgruppen auf der Landesebene wird jährlich überprüft.

Die KV Berlin hat sich mit den Krankenkassen/-verbänden ab 01.10.2017 auf die Ergänzung der Förderung der Facharztweiterbildung um die Fachgruppe der Kinder- und Jugendmedizin geeinigt.

Somit können ab 01.10.2017 im Bereich der KV Berlin die Fachgruppen Augenheilkunde, Dermatologie, Frauenheilkunde, HNO, Kinder- und Jugendmedizin sowie die Fachgruppe der Neurologie und Psychiatrie gefördert werden.

Voraussetzungen für die Förderfähigkeit sind unter anderen:

  • Die Mindestförderdauer für die ambulante Weiterbildung beträgt in der Regel zwölf Monate.
  • Die beantragende Praxis muss überwiegend konservativ tätig sein.
  • Der Förderbetrag in Höhe von monatlich 4.800,-€ bei Vollzeitbeschäftigung muss vollständig als Zuschuss zum Bruttogehalt an den Arzt in Weiterbildung weitergegeben werden.

(Quelle: KV Berlin)

Weiterbildung

Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin:
Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin Berlin (KoStA)

"Initiativprogramm Allge-
meinmedizin":

Antrag auf Zuschuss zur Förderung der allgemeinmedi-
zinischen/fachärztlichen Weiterbildung
Stand 01/2018
(PDF, 660 KB [7 Seiten])
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