Weiterbildung / Weiterbildungsassistenten

Anstellung von Weiterbildungsassistenten

Die Weiterbildung zur Erlangung einer Facharztanerkennung (bzw. Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung) kann im ambulanten Bereich in den Praxen niedergelassener Vertragsärzte und in zugelassenen MVZ stattfinden. Die arbeitsrechtliche Form dieser Weiterbildung ist die Anstellung eines Weiterbildungsassistenten bei einem niedergelassenen Vertragsarzt. Der Weiterbilder muss für den aktuellen Standort die Befugnis zur Weiterbildung von der Ärztekammer besitzen.

Zur Beantragung der Anstellung eines Weiterbildungsassistenten muss der antragstellende Vertragsarzt (Praxisinhaber bzw. ärztlicher Leiter eines MVZ) folgende Unterlagen vorlegen:

  • Antrag auf Genehmigung der Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten (bitte verwenden Sie ddes Formblatts (PDF 82 KB, 1 Seite)
  • Kopie der Approbationsurkunde des Weiterbildungsassistenten
  • Kopie des Lebenslaufs des Weiterbildungsassistenten
  • Kopie der Weiterbildungsermächtigung des antragstellenden Vertragsarztes

Rechtliche Grundlage für die Genehmigung der Anstellung eines Weiterbildungsassistenten ist §32 Abs. 2-4 Ärzte-ZV.


Förderung der Weiterbildung nach § 75 a SGB V

Zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung fördern die Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen die Weiterbildung in den Vertragsarztpraxen und in zugelassenen MVZ im Rahmen eines allgemeinmedizinischen oder auf die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin anrechnungsfähigen Weiterbildungsabschnittes durch einen Zuschuss zum Bruttogehalt der Ärzte in Weiterbildung.

Als Beitrag zur Deckung des spezifischen Bedarfes der patientennahen ambulanten fachärztlichen Versorgung wird seit Oktober 2016 auch die fachärztliche Weiterbildung gefördert. Bitte beachten Sie die Informationen zu Regelungen für die Förderung weiterer Facharztgruppen.

Es wird ein Förderbetrag von 4.800,-€ bei Vollzeitbeschäftigung des Weiterbildungsassistenten von der KV gezahlt. Dieser ist durch die Praxis in vollem Umfang als Zuschuss zum Bruttogehalt an den Weiterbildungsassistenten weiterzugeben. Je Teilzeitstelle kann entsprechend anteilig 2.400,- € bei 50% oder 3.600,- € bei 75% Beschäftigungsumfang gezahlt werden.

Eine Vollzeitstelle ist entsprechend einer Festlegung der Ärztekammer Berlin ab 38,5 Wochenstunden anrechenbar.

Zum Herunterladen:

Die Förderung ist an die Beantragung und Genehmigung der Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten gebunden. Die Gewährung der Förderung kann nur für die Zukunft und für vollständig abgeleistete Kalendermonate erfolgen. Grundlage für die Gewährung von Fördermitteln ist das Vorliegen einer deutschen Approbation des Weiterbildungsassistenten.

Checkliste zur Antragsstellung

  • Formular „Antrag auf Gewährung eines Zuschusses zur Förderung der allgemeinmedizinischen / fachärztlichen Weiterbildung“
  • vollständiger Antrag auf Genehmigung der Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten oder eine bereits genehmigte Beschäftigung
  • Kopie der Approbation des Weiterbildungsassistenten
  • Kopie des Arbeitsvertrags
  • Kopien der Arbeitszeugnisse der vergangenen Weiterbildungsabschnitte des Weiterbildungsassistenten

Für die Beantragung der Förderung von Weiterbildungsassistenten sind die aktualisierten Antragsformulare zu verwenden: Antrag auf Gewährung eines Zuschusses (PDF 321 KB, 7 Seiten)

Die KV Berlin hat aktuell die Abläufe bezüglich der Auszahlung des monatlichen Förderbetrags für die Weiterbildungsassistenten angepasst:

Die Überweisung der Förderung erfolgt nun regulär zum Ende eines Fördermonats, spätestens jedoch zu Beginn des Folgemonats auf das Honorarkonto des Antragstellers. Es ist nicht mehr wie bisher monatlich eine unterschriebene Kopie der Gehaltsbescheinigung des Weiterbildungsassistenten einzureichen.

Zum Nachweis der vereinbarungsgemäßen Weitergabe der Förderung als Teil des Bruttogehalts an die/den Ärztin/Arzt in Weiterbildung ist ab sofort die Erklärung zur Weitergabe von Fördermitteln (PDF 336 KB, 2 Seiten) ausgefüllt zum Ende eines Weiterbildungsabschnitts und bei jahresübergreifender Förderung zusätzlich zum Jahreswechsel an die KV Berlin zu übersenden.

Die Erklärung wird dem Bewilligungsbescheid beigefügt und steht auch online zur Verfügung.


Informationen zu Regelungen für die Förderung weiterer Facharztgruppen:

Für die ambulante Weiterbildung in weiteren Fachgebieten sind bundesweit 1.000 Förderstellen vorgesehen. Auf Grundlage des Bevölkerungsanteils sind im Bereich der KV Berlin ab dem Jahr 2019 anteilig 43,6 Vollzeitstellen zu fördern.

Die Auswahl förderwürdiger Facharztgruppen auf der Landesebene wird jährlich überprüft.

Die KV Berlin hat sich mit den Krankenkassen/-verbänden auf die Förderung der Fachgruppen Augenheilkunde, Dermatologie, Frauenheilkunde, HNO, Kinder- und Jugendmedizin sowie die Fachgruppe der Neurologie und Psychiatrie und der Psychiatrie und Psychotherapie geeinigt.

Voraussetzungen für die Förderfähigkeit sind unter anderen:

  • Die Mindestförderdauer für die ambulante Weiterbildung beträgt in der Regel zwölf Monate.
  • Die beantragende Praxis muss überwiegend konservativ tätig sein.

Für die Antragstellung beachten Sie bitte die Hinweise in der Checkliste zur Antragstellung.

Auf Grund der Begrenztheit der förderfähigen Stellen können nicht alle Anträge zum beantragten Beginn der Weiterbildung positiv entschieden werden. Die Vergabe der Förderstellen erfolgt in der Reihenfolge der Antragseingänge bei vollständig vorliegenden Unterlagen.

Weitere Informationen zur Förderung finden Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

 

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text und in den Anträgen oft die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.

(Quelle: KV Berlin)

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