Weiterbildung / Weiterbildungsassistenten

Anstellung von Weiterbildungsassistenten

Finanzielle Förderung der Beschäftigung zur Weiterbildung

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Anstellung von Weiterbildungsassistenten

Im Rahmen der Aus- oder Weiterbildung dürfen Assistenten gemäß § 32 Abs. 2 der Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV) beschäftigt werden. Die Weiterbildung zur Erlangung einer Facharztanerkennung (bzw. Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung) kann in den Praxen niedergelassener Vertragsärzte und in zugelassenen MVZ stattfinden. Die arbeitsrechtliche Form dieser Weiterbildung ist die Anstellung eines Weiterbildungsassistenten bei einem niedergelassenen Vertragsarzt, der die Befugnis der Ärztekammer zur Weiterbildung besitzt.

Voraussetzungen der Anstellung

  • Je weiterbildender Ärztin und weiterbildendem Arzt mit eigenem vollen Versorgungsauftrag bzw. Beschäftigungsumfang kann ein Assistent in Vollzeit oder zwei Assistenten (mit jeweils 50 Prozent Beschäftigungsumfang) in Teilzeit angestellt werden.
  • Die Beschäftigung eines Assistenten muss vorher von der KV Berlin genehmigt werden.
  • Eine Teilzeitbeschäftigung bedarf der Genehmigung durch die Ärztekammer Berlin.
  • Die Dauer der Beschäftigung ist zu befristen, kann aber bei rechtzeitiger Beantragung bei der KV Berlin verlängert werden.
  • Achtung: Die Beschäftigung eines Assistenten darf nicht der Vergrößerung der Kassenpraxis (Fallzahlsteigerung um mehr als 25 Prozent) oder der Aufrechterhaltung eines übergroßen Praxisumfangs dienen (§ 32 Abs. 3 Ärzte-ZV).

Antragsstellung

Die Beantragung kann formlos erfolgen oder unter Verwendung des folgenden Antrags:

Antrag auf Genehmigung der Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten (PDF 78 KB, 1 Seite))

Mit dem Antrag sind folgende Dokumente einzureichen:

  • Kopie der Approbation des Weiterbildungsassistenten
  • Kopie des Lebenslaufs des Weiterbildungsassistenten
  • Kopie der Weiterbildungsbefugnis des Weiterbilders

Die Verlängerung eines Beschäftigungsverhältnisses muss der KV Berlin rechtzeitig angezeigt werden. Hierzu genügt ein formloses Anschreiben.

Hinweis: Ärztinnen und Ärzte, bei denen die Entscheidung des Zulassungsausschusses über den Antrag auf Teilnahme zur vertragsärztlichen Versorgung noch aussteht, können einen Antrag auf Genehmigung der Beschäftigung eines Assistenten im Status eines Weiterbildungsassistenten auch nach den vollständig erbrachten Mindestweiterbildungszeiten bis zur Entscheidung des Zulassungsausschusses stellen. Die Beschäftigung kann formlos mit Hinweis auf den Eingang des Antrags auf Teilnahme zur vertragsärztlichen Versorgung (z.B. bei Jobsharing) bei der KV Berlin beantragt werden.

 

Finanzielle Förderung der Beschäftigung zur Weiterbildung

Die Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen fördern die ärztliche Weiterbildung in den Praxen niedergelassener Vertragsärztinnen und Vertragsärzte und in zugelassenen MVZ durch einen Zuschuss zum Bruttogehalt der Ärzte in Weiterbildung. Sie leisten damit einen Beitrag, um den Bedarf der patientennahen ambulanten allgemein- und fachärztlichen Versorgung zu decken.

Bei Vollzeitbeschäftigung eines Weiterbildungsassistenten wird ab dem 1. Juli 2020 ein monatlicher Förderbetrag in Höhe von 5.000 Euro gezahlt. Dieser ist durch die Praxis in vollem Umfang als Zuschuss zum Bruttogehalt an den Weiterbildungsassistenten weiterzugeben (je Teilzeitstelle entsprechend anteilig: bei 50 Prozent: 2.500 Euro, bei 75 Prozent: 3.750 Euro).

Die Überweisung der gewährten Förderung erfolgt regulär zum Ende eines Fördermonats, spätestens jedoch zu Beginn des Folgemonats auf das Honorarkonto des Antragstellers.

Voraussetzungen der Förderung

  • Die Praxisinhaber stellen rechtzeitig einen Antrag auf Gewährung eines Zuschusses.
  • Die beantragende Praxis muss überwiegend konservativ tätig sein.
  • Die Gewährung eines Zuschusses kann nur für die Zukunft und für vollständig abgeleistete ganze Kalendermonate erfolgen.
  • Vor der Gewährung des Zuschusses muss die Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten bei der KV Berlin beantragt und genehmigt worden sein.

Förderdauer:

Allgemeinmedizinische Facharztweiterbildung:

Die Mindestdauer der zu fördernden Weiterbildungsabschnitte bei ganztägiger Beschäftigung beträgt drei Monate.

Fachärztliche Weiterbildung:

  • Die Weiterbildungsordnung der Ärztekammer muss für die zu fördernde Fachgruppe eine fakultative ambulante Weiterbildungszeit von mindestens 24 Monaten vorsehen.
  • Die Mindestförderdauer für die ambulante Weiterbildung beträgt in der Regel zwölf Monate.
  • Die maximale Förderdauer in einer vertragsärztlichen Praxis beträgt 24 Monate.

Antragsstellung

Die Gewährung eines Zuschusses zur Förderung der Weiterbildung gemäß § 75a SGB V ist bei der KV Berlin zu beantragen:

Antrag auf Zuschuss zur Förderung der allgemeinmedizinischen/fachärztlichen Weiterbildung (PDF, 318 KB [p Seiten])

Mit dem Antrag sind folgende Dokumente einzureichen:

  • vollständiger Antrag auf Genehmigung der Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten oder eine bereits genehmigte Beschäftigung
  • Kopie der Approbation des Weiterbildungsassistenten
  • Kopie des Arbeitsvertrags
  • Kopien der Arbeitszeugnisse der vergangenen Weiterbildungsabschnitte

Die Verlängerung der Gewährung eines Zuschusses muss bei der KV Berlin rechtzeitig zugleich mit der Verlängerung der Genehmigung der Beschäftigung beantragt werden. Hierzu genügt ein formloses Anschreiben. Zusätzlich muss eine Kopie des verlängerten Arbeitsvertrags eingereicht werden.

Zum Nachweis der vereinbarungsgemäßen Weitergabe der Förderung als Teil des Bruttogehalts an den Weiterbildungsassistenten ist folgende Erklärung ausgefüllt zum Ende eines Weiterbildungsabschnitts und bei jahresübergreifender Förderung zusätzlich zum Jahreswechsel an die KV Berlin zu übersenden:

Erklärung zur Weitergabe von Fördermitteln (PDF, 199 KB [2 Seiten])

Die Erklärung ist auch dem Bewilligungsbescheid beigefügt.

Wie wird gefördert?

Hausärztliche Versorgung

Der Richtwert für die zu fördernden Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin ist die Mindestzahl von bundesweit 7.500 Förderstellen. Der Zuschuss erfolgt im Rahmen eines allgemeinmedizinischen oder auf die Weiterbildung in Allgemeinmedizin anrechnungsfähigen Weiterbildungsabschnittes.

Fachärztliche Versorgung

Für die ambulante Weiterbildung in weiteren grundversorgenden Fachgebieten sind bundesweit 2.000 Förderstellen vorgesehen. Auf Grund der Begrenztheit der förderfähigen Stellen können nicht alle Anträge zum beantragten Zeitraum positiv beschieden werden.

Das Förderkontingent von 87,8 Vollzeitstellen im KV-Bereich Berlin wird für die Fachgebiete durch die KV Berlin quotiert. Die Vergabe der Förderstellen erfolgt in der Reihenfolge der Antragseingänge bei vollständig vorliegenden Unterlagen. Auf Grund der Begrenztheit der förderfähigen Stellen können nicht alle Anträge zum beantragten Zeitraum positiv beschieden werden. Die Weiterbildungsstellen werden wie folgt auf die ab 1. April 2020 zu fördernden Facharztgruppen verteilt (Quotierung):

FachgruppeAnzahl förderfähige Stellen
Augenheilkunde 19,5
Haut- und Geschlechtskrankheiten 36,5
Frauenheilkunde und Geburtshilfe 12
Kinder- und Jugendmedizin 19,75

Bereits besetzte, noch laufende Stellen werden auf die Anzahl förderfähiger Stellen angerechnet.

Die Auswahl förderwürdiger Facharztgruppen auf der Landesebene wird auf Grundlage der aktuellen Bedarfsplanung jährlich zum 31.03. überprüft.

(Quelle: KV Berlin)

Arztregister

Kontakt
Kassenärztliche Vereinigung Berlin
Arztregister und Bedarfsplanung
Bereich Weiterbildungsassistenten
Masurenallee 6A
14057 Berlin

Tel.: (030) 3 10 03 - 306
Fax: (030) 3 10 03 - 950
bz-weiterbildung@kvberlin.de
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