Unterschiedliche Bezugswege für einzelne Impfstoffe: Worauf Sie bei Impfstoffen stets achten sollten

Impfstoffe sind kein Sprechstundenbedarf. Es gelten andere Bezugswege. Zu unterscheiden ist aber auch hier zwischen den Impfungen von gesetzlich Krankenversicherten und den Impfungen von privat Krankenversicherten. 

Bei den Impfungen von gesetzlich Krankenversicherten ist außerdem zwischen Pflichtleistungen und Satzungsleistungen zu unterscheiden: 

GKV-Versicherte/Pflichtleistung 

Für Impfungen, die zu den Pflichtleistungen der Krankenkassen gehören, gilt folgender Bezugsweg für Impfstoffe: Diese sind mit einem Arzneiverordnungsblatt (Vordruck Muster 16 (Rezept)) ohne Namensnennung des Versicherten zu Lasten der AOK Berlin zu beziehen. Kennzeichnen Sie darauf unbedingt das Markierungsfeld „8“ (Impfstoffe) mit einer „8“. Wirtschaftliche Packungsgrößen sind zu bevorzugen. Bitte beachten Sie die richtige Kennzeichnung des Impfrezeptes, damit eine korrekte Verbuchung der Impfkosten möglich ist. 

Satzungsleistung der Gesetzlichen Krankenkassen 

Bei Impfungen von gesetzlich Krankenversicherten, die zu den Satzungsleistungen der Krankenkassen gehören können (wie z. B. Reiseschutzimpfungen), gilt nicht der vorgenannte Bezugsweg. Wir empfehlen Ihnen, sich vor der Durchführung der Impfung bei der jeweiligen Krankenkasse über den Umfang der Satzungsleistungen und den Bezugsweg für die Impfstoffe zu erkundigen. 

Für Privatversicherte gelten andere Bezugswege

Für die Impfungen von Privatversicherten bzw. Impfungen, die von anderen Kostenträgern (z.B. Berufsgenossenschaften, Arbeitgeber) übernommen werden, gilt dieser Bezugsweg nicht. Hier ist die Verordnung auf einem Privatrezept vorzunehmen oder über das Kostenerstattungsverfahren bzw. mittels Rechnungslegung abzuwickeln. 

So verordnen Sie richtig

Impfleistung Verordnung auf … Hinweis
Pflichtleistung für GKVVersicherte (Empfehlung der STIKO) bzw. Bestandteil der Richtlinie
  • Muster 16
  • keine Namensnennung
  • zu Lasten der AOK Berlin
  • Markierungsfeld „8“ kennzeichnen
Beachten Sie die Unterscheidung zwischen Pflicht- und Satzungsleistung (nächste Rubrik)
Satzungsleistung der GKV Krankenkassen   Mit der betreffenden Kasse wegen Umfang der Impfleistung und Bezugsweg in Verbindung setzen 
Leistung zu Lasten anderer Kostenträger (z.B. BG, Arbeitgeber) Privatrezept  ggf. Kostenerstattung oder Rechnungslegung
Leistung für Privatversicherte Privatrezept  ggf. Kostenerstattung oder Rechnungslegung

 

Die Krankenkassenverbände in Berlin

(Quelle: Berliner Budget-Bulletin)

Autor: Krankenkassenverbände Berlin | Erstellt am: 01.03.2008

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