KV-Blatt-Ausgaben aus dem Jahr 2012

KV-Blatt 05/2012

KV-Blatt 05/2012 Titelblatt Sind überlastete Ärzte mit mäßigen Verdiensten anfällig für versteckte Formen der Korruption? Übersehen sie "häufig die Fallen der Korruption", wie es die Geschäftsführerin der Berliner Kaiserin-Friedrich-Stiftung, Gisela Albrecht, kürzlich formulierte? Im Rahmen des 41. Symposiums für Ärzte und Juristen der Stiftung brachte sie auf den Punkt, worüber immer wieder heftig gestritten wird: Die Zusammen arbeit mit der Pharmaindustrie, Kooperationsverträge mit Apotheken und naheliegenden Krankenhäusern, welche die Entscheidungsfreiheit von Ärzten einengen und darüber hinaus auch Gefahren der Korruption bergen. Das Titelthema fasst einige Aussagen des Symposiums von Ärzten und Juristen zusammen und wirft auch einen Blick in die kürzlich statt gefundene Anhörung des Bundestagsgesundheitsausschusses zum Thema "Korruption im Gesundheitswesen". Der Hintergrund ist ein Gesetzesantrag der SPD-Bundestagsfraktion, mit dem ein eigener Korruptionsstraftatbestand für niedergelassene Ärzte geschaffen werden soll.

KV-Blatt 04/2012

KV-Blatt 04/2012 Titelblatt Äußerlich ist es ein gewöhnlicher Kleintransporter, doch im Inneren befindet sich eine kleine Praxis: Das Arztmobil des katholischen Caritas-Verbandes fährt bereits seit 1995 durch Berlins Straßen, um Obdachlosen und anderen Bedürftigen eine medizinische Basisversorgung anzubieten. Eine "Praxis auf Rädern" kommt zu Menschen, die oft seit Jahren keine "normale" Arztpraxis von innen gesehen haben. Doch fehlende Finanzen, zu wenig Ärzte und steigende Patientenzahlen erschweren diese Arbeit. Längst nicht alle Patienten, die hier betreut werden, sind sozialversichert. Ohne Spenden und öffentliche Zuschüsse läuft deshalb kaum etwas. Doch der Senat als einer der Geldgeber erteilt strenge Auflagen, akzeptiert nur Ärzte, die über die KV abrechnen. "Alle finden es toll, doch keiner will es machen", sagt der Allgemeinmediziner Andreas Kärsten, der einzige "KV-Arzt", der sich einmal pro Woche für die Obdachlosenversorgung im Arztmobil engagiert. Die rollende Arztpraxis - an einigen Haltepunkten sind wir zugestiegen. Zum Beispiel an der Malteser Suppenküche in Alt-Lietzow nahe dem Charlottenburger Richard-Wagner-Platz.

KV-Blatt 03/2012

KV-Blatt 03/2012 Titelblatt Ende Januar feierte die "KV-Sprechstunde für Patienten" der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin ihren zehnten Geburtstag. Monat für Monat - immer am letzten Dienstag - gibt es Vorträge und vor allen Dingen Fragerunden zu großen Volkskrankheiten, seltenen Erkrankungen und auch zu Tabuthemen. Besucher kommen manchmal von weit her und Referenten haben meist einen anstrengenden Sprechstundentag hinter sich, bevor sie sich abends den Teilnehmerfragen stellen. Ärztliche Profession auf dem Präsentierteller? Die KV-Patientensprechstunde hat sich unter ihresgleichen zu einer der erfolgreichsten Veranstaltungsreihen entwickelt.

KV-Blatt 02/2012

KV-Blatt 02/2012 Titelblatt "Die GKV-Finanzierungsdebatte muss geführt werden", verkündete der neue Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, Anfang Januar in Berlin. Nichts anderes forderten die Delegierten der letzten fünfzehn Ärztetage. Mindestens zwei Gesundheitsministerinnen trieben sie damit an den Rand der Verzweiflung. Und 2008 fand dieses Thema Eingang in das sogenannte "Ulmer Papier" der Bundesärztekammer. Dennoch - zu einer eigenen Positionierung konnten sich die Delegierten damals nicht durchringen. Jetzt aber scheint die Zeit reif zu sein, glaubt Montgomery und kündigte an: Der nächste Ärztetag in Nürnberg wird ganz im Zeichen einer Konzeptdiskussion zur künftigen GKV-Finanzierung stehen.

KV-Blatt 01/2012

KV-Blatt 01/2012 Titelblatt Mario Czaja, der neue Gesundheitssenator in Berlin - mit ihm konnte die CDU Wahlkreise gewinnen, doch kann sie auch in der Gesundheitspolitik punkten? Dieses Politikfeld gilt in der deutschen Hauptstadt als stark vermint - und so manche Vorgängerin im Amt, auch aus seiner eigenen Partei, galt als glücklos.
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