KV-Blatt-Ausgaben aus dem Jahr 2010

KV-Blatt 12/2010

KV-Blatt 10/12 Titelblatt "Ich bin nie ein guter Arzt gewesen!" - Philipp Rösler heißt der Mann, der das gesagt hat. Seine Zuhörer lachen. Es sind Ärzte, alte und junge, und es sind Studenten, die es noch werden wollen. Heiterkeit hilft über so manche Bitternis hinweg, scheint sich der Bundesgesundheitsminister zu denken. Und bitter war es schon, was er in der Berliner Charité zu hören bekam. Dorthin, zu einer Diskussions- veranstaltung, hatte ihn das Deutsche Ärzteblatt Anfang November eingeladen. Er sollte sich die Sorgen und Nöte des Nachwuchses und auch von gestandenen Ärztinnen und Ärzten in Klinik und freier Praxis anhören. Philipp Rösler - kein guter Arzt, aber ein exzellenter Problemverdünner?

KV-Blatt 11/2010

KV-Blatt 10/11 Titelblatt Als vor knapp sechs Jahren der erste hauptamtliche KV-Vorstand an die Arbeit ging, wurde er von Misstrauen und politischen Unkenrufen begleitet. Die Hauptamtlichkeit habe Ulla Schmidt ins Gesetz schreiben lassen, um KV und Ärzteschaft noch weiter voneinander zu entfremden und einen besseren Zugriff auf die Institution zu bekommen. Allemal, so wurde gemutmaßt, werde die Selbstverwaltung weiter beschnitten. Im Dezember dieses Jahres endet nun diese 13. und zugleich erste Amtsperiode der KV Berlin mit einem hauptamtlichen Vorstand. Das gilt auch für die Vertreterversammlung der KV, die im November neu gewählt und später einen neuen Vorstand proklamieren wird.

KV-Blatt 10/2010

KV-Blatt 10/10 Titelblatt In rund sechs Wochen nach Erscheinen dieser Ausgabe beginnt die Wahl zur 14. Vertreter- versammlung der KV Berlin. Bis Redaktions- schluss verlief der Wahlkampf recht unspek- takulär. Keine öffentlichen Anfeindungen oder beleidigenden Leserbriefe begleiteten bislang die Kandidatenkür. Und auch bei den Listen gibt es keine großen Überraschungen - sieht man einmal davon ab, dass sich bei den Hausärzten drei Listen gegenseitig Konkurrenz machen, eine wortradikaler als die andere. Die fachärztlichen Berufsverbände hingegen präsen- tieren sich diesmal allesamt in einer gemeinsamen Liste und demonstrieren damit eine große Geschlossenheit.

KV-Blatt 09/2010

KV-Blatt 09/10 Titelblatt Niedergelassene Ärzte haben in Deutschland nach wie vor einen guten Ruf. Sage und schreibe 92 % der Deutsch sprechenden Versicherten zwischen 18 und 79 Jahren bezeichnen ihr Vertrauensverhältnis zum Arzt als sehr gut oder gut. Ebenso viele bescheinigen ihrem zuletzt besuchten Arzt eine sehr gute oder gute Fachkompetenz. Das ergab die jüngste Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Die Noten für das Arzt-Patienten-Verhältnis und die ärztliche Fachkompetenz wurden im Mai und Juni einge sammelt. Mitte August war Zeugnisausgabe.

KV-Blatt 08/2010

KV-Blatt 08/10 Titelblatt Berlin hat als erstes Bundesland die speziali- sierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) flächendeckend eingeführt. Die Berliner Krankenkassen, der "Home Care Berlin e. V." und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin haben dazu Ende Juni 2010 einen entsprechen- den Vertrag vorgelegt. SAPV baut auf die bis- herigen langjährigen Erfahrungen der Berliner Home-Care-Versorgung auf.

KV-Blatt 07/2010

KV-Blatt 07/10 Titelblatt Das im Mai zur Nutzung freigegebene Internet-Ärztebewertungsportal der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) wird mit Lob geradezu überschüttet. Es sei das erste Instrument, mit dem eine faire Bewertung von Ärzten durch ihre Patienten möglich werde. Gut ein Jahr hat es gedauert, bis das Portal nach seiner ersten Ankündigung freigeschaltet wurde. Zeit, die sich die Organisatoren nach eigenen Angaben genommen haben, um neben der Fairness bei der Beurteilung auch ein höchstmögliches Maß an Sicherheit vor Manipulation zu gewährleisten. So soll jeder AOK-Versicherte einen Arzt immer nur einmal bewerten dürfen. Doch jetzt hat die KVBlatt-Redaktion nach anonymen Hinweisen eigene Tests unternommen und eine böse Überraschung erlebt. Ärzte können auch mit den Versichertendaten längst Verstorbener bewertet werden.

KV-Blatt 06/2010

KV-Blatt 06/10 Titelblatt Klimawandel in der deutschen Gesundheitspolitik - darauf deutet der Optimismus der Akteure im Gesundheitswesen hin. Zwar ist er nicht immer nachvollziehbar, dennoch verlief die Eröffnung des 113. Deutschen Ärztetages in Dresden so harmonisch wie schon seit Jahren nicht mehr - weder nennenswerte Demonstrationen vor dem Tagungsort noch Unmutsbekundungen während der Rede des Ministers. Die Ärzte läuteten das Zeitalter der neuen Dialogkultur ein. Ob der Gesundheitsminister am Ende ihre Wünsche erfüllt, ist aber fraglich. Beim Ruf nach mehr Geld - einer der wichtigsten Forderungen - sind sie bereits abgeblitzt. Auch beißt der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Jörg-Dietrich Hoppe, bei einem Lieblingsthema, der Priorisie- rung, im Bundesgesundheitsministerium auf Granit. Ob das an dem ungeliebten Wort "Priorisierung" liegt, wie Hoppe vermutet, kann bezweifelt werden. Bei anderen Problemen im deutschen Gesundheitswesen, wie beim befürchteten Ärztemangel, wollen Politiker und Ärzte gemeinsam nach Lösungen suchen.

KV-Blatt 05/2010

KV-Blatt 05/10 Titelblatt Vom 5. bis 7. Mai 2010 öffnet der jährliche Hauptstadtkongress "Medizin und Gesundheit" seine Pforten. Auch in diesem Jahr vereint der Kongress die Fachtagungen "Krankenhaus-Klinik-Rehabilitation", den "Deutschen Pflege- kongress" sowie das "Deutsche Ärzteforum" unter einem Dach. Neben aktuellen gesund- heitspolitischen Fragen bietet der Kongress Vorträge und Diskussionen zur Priorisierung von medizinischen Leistungen und zur Finanzierung des Gesundheitssystems. Der Hauptstadtkongress gilt inzwischen als bundesweit größte Informationsveranstaltung in der Gesundheitsbranche. In diesem Jahr werden 8.000 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet.

KV-Blatt 04/2010

KV-Blatt 04/10 Titelblatt Sie tagt fast monatlich, hat mehr Macht als der KV-Vorstand und ist wegen manch spektaku- lären Beschlusses in die innerärztliche Schusslinie geraten: die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin. Die einen nennen sie einfach nur "VV", andere sehen in ihr das "Ärzteparlament" schlechthin. Ihre Beschlüsse "spalten" und "einen" die Berliner Ärzteschaft, je nach Betrachterstandpunkt. Oft geht es ums Geld und damit auch um Revierabgrenzung zwischen Haus- und Fachärzten sowie Psychotherapeuten und fachgruppen- intern. Dann fragt man sich: Wem gehört das Parlament? Ende des Jahres endet ihre Amtszeit.

KV-Blatt 03/2010

KV-Blatt 03/10 Titelblatt "Ausgebucht". Dieses Wort hören Messeveran- stalter gern. Und: Darüber kann sich auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung freuen. Ihre erste "Versorgungsmesse" in Berlin war bereits Anfang Februar voll belegt - lange vor ihrem Start am 29. März. Die oberste Kassenarzt- zentrale präsentiert sich dieses Jahr erstmals auch als "Messeveranstalter". Ihre Aussteller sind Ärzte und Netzmanager als Vertreter unterschiedlicher Versorgungsangebote in der ganzen Bundesrepublik. "Marktplatz für innovative Projekte" lautet das Angebot. Angesprochen wird nicht nur eigene Klientel, sondern vor allem auch Vertreter von Krankenkassen.

KV-Blatt 02/2010

KV-Blatt 02/10 Titelblatt Nicht schon wieder ... Wegen der deutlich gesunkenen Fallwerte im Regelleistungsvolumen des 1. Quartals 2010 gibt es neuen Ärger unter den Ärzten. Je nach Interessenlage fürchten Hausund Fachärzte um den Fortbestand der ambulanten medizinischen 'Basisversorgung'. Und das, obwohl auch für das neue Quartal fast genauso viel Geld zur Verfügung steht wie für das erste Quartal 2009. Der Grund liegt nach Angaben der Honorarabrechnungsexperten zu einem großen Teil in der Fallzahlzunahme bei 'freien Leistungen' - quer durch fast alle Arztgruppen. Um diese Leistungsmenge auch im neuen Quartal 'bedienen' zu können, muss die Geldmenge für die Regelleistungsvolumen (RLV) sinken. Ein Angriff auf die Grundversorgung?

KV-Blatt 01/2010

KV-Blatt 01/10 Titelblatt Da dürften sich einige AOK-Funktionäre eine zusätzliche Pulle geöffnet haben: Zum 01.01.2010 trat die Fusion der beiden größten Primärkassen in Berlin und Brandenburg in Kraft. Aus den Allgemeinen Ortskrankenkassen in Brandenburg und Berlin wurde nun die AOK Berlin-Brandenburg. Die Angst vor dem großen Knall ist damit vorbei - zumindest in Berlin. Die meisten führenden Kassenfunktionäre behalten hier ihre Jobs. Die neue Mammutkasse ist die mit Abstand größte Primär- krankenkasse in dieser Region und will schnell weiter wachsen. Doch die Fusion bedeutet auch eine ungeheure Marktmacht gegenüber Ärzten, Krankenhäusern und den vielen anderen "Leistungserbringern". Wie reagieren die niedergelassenen Ärzte und ihre KV darauf?
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