Das im Mai zur Nutzung freigegebene Internet-Ärztebewertungsportal der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) wird mit Lob geradezu überschüttet. Es sei das erste Instrument, mit dem eine faire Bewertung von Ärzten durch ihre Patienten möglich werde. Gut ein Jahr hat es gedauert, bis das Portal nach seiner ersten Ankündigung freigeschaltet wurde. Zeit, die sich die Organisatoren nach eigenen Angaben genommen haben, um neben der Fairness bei der Beurteilung auch ein höchstmögliches Maß an Sicherheit vor Manipulation zu gewährleisten. So soll jeder AOK-Versicherte einen Arzt immer nur einmal bewerten dürfen. Doch jetzt hat die KVBlatt-Redaktion nach anonymen Hinweisen eigene Tests unternommen und eine böse Überraschung erlebt. Ärzte können auch mit den Versichertendaten längst Verstorbener bewertet werden.