Eine Studie der Kölner Universität sollte belegen, dass Kassenpatienten länger auf einen Facharzttermin warten müssen als Privatpatienten. Ärzte standen zunächst wieder mal am Pranger und wurden für eine "Zwei-Klassen-Medizin" gescholten. Weil es für Privatbehandlungen mehr Geld und kein Budget gäbe, würden PKV-Patienten bei der Terminvergabe bevorzugt, hieß es. Doch der Schuss ging diesmal nach hinten los. Viele GKV-Patienten monieren zwar die Ungleichbehandlung gegenüber Privatpatienten bei der Terminvergabe oder im Wartezimmer, aber: Sie geben dafür überweigend nicht den Ärzten die Schuld, sondern der Politik und den Krankenkassen.