... und Umbau – das sind Begriffe, die uns in dieser Zeit bewegen. Bayerische Hausarztkollegen
wollen aus dem System aussteigen, die AOK Baden-Württemberg will bei der Hausarztversorgung
auf andere Vertragspartner umsteigen und die Politik spricht unablässig vom Umbau unseres
Gesundheitssystems. Die Triebfeder ist überall die Gleiche: Unzufriedenheit mit den
Arbeitsbedingungen, den Honoraren und am Ende gar mit dem System.
Ich fand es vor diesem Hintergrund bemerkenswert, dass MEDI in Berlin sich jüngst dieses Thema vorgelegt und
Befürworter und Gegner an einen Tisch geholt hat. Einzelheiten können Sie im Titelthema unserer neuesten Ausgabe
nachlesen. Einen Aspekt aber will ich doch herausgreifen, die Frage nämlich: Was kommt danach? Wird es unterm
Strich mehr Geld geben als jetzt? Wird die Bürokratie bei Gruppenverträgen oder gar in der Einzelabrechnung weniger?
Wollen uns Krankenkassen überhaupt jenes Maß an ärztlicher Therapiefreiheit garantieren, das wir jetzt schon
schwinden sehen?
Damit stellt sich die Frage, ob ein Gesamtvertrag nicht doch die bessere Variante ist, wovon ich persönlich überzeugt
bin.
Dass unsere KV-Blatt-Redaktion an diesem Thema dranbleibt, daran habe ich keinen Zweifel. Übrigens auch nicht
am Erfolg des neuen Layouts, mit dem sich unser Blatt seit dem letzten großen Relaunch vor zehn Jahren nun präsentiert.
Die frische Gestaltung gefällt – und sie geht einher mit weiteren Verbesserungen
an der Struktur des Blattes. Das alles hat Mühe und Engagement gekostet. Dafür danke ich der Redaktion
und den Fachleuten von "da vinci design".
Ihre
Angelika Prehn
(Quelle: Dr. Angelika Prehn)