"Teile und herrsche" geht jetzt viel besser

Stellungnahme von MEDI Berlin: 

Hausarztverträge MEDI und insbesondere MEDI Berlin sind gegründet worden, um die innerärztliche Zusammenarbeit und Solidarität zu stärken. 

Nunmehr ist es in mehreren Fällen dazu gekommen, dass Verträge von unterschiedlichen Arztgruppen konkurrierend verhandelt werden. (…) 

Die AOK Baden-Württemberg kann sich nunmehr den Bieter aussuchen, der die meisten ärztlichen Leistungen für das geringste Honorar bietet. 

MEDI Berlin lehnt eine solche Entwicklung ab. Wir haben aus diesem Grund von einer Teilnahme am Hausarztvertrag der AOK Berlin und IKK Brandenburg und Berlin abgeraten. 

MEDI Berlin würde sich an einer Ausschreibung wie in Baden-Württemberg nur beteiligen, wenn es zu einem gemeinsamen und abgestimmten Angebot aller relevanten ärztlichen Gruppen kommt, das optimale Bedingungen für die beteiligten Ärzte gewährleistet. 

Die Auswirkungen von § 73-Verträgen, die außerhalb der KV abgeschlossen werden, sind nicht unerheblich: Die Gesamtvergütung der KV wird um die Leistungen aus dem entsprechenden Vertrag bereinigt (gekürzt). Zusätzlich steht dieses Geld dann auch nicht mehr für den bundeseinheitlichen Punktwert zur Verfügung, es bleibt im Ländle. 

Die „Restärzte“ in der KV werden sich den „Restkuchen“ teilen müssen. Letztlich kann es zu einer Spaltung der Ärzteschaft kommen: „Teile und herrsche“ geht dann viel besser. (…) 

MEDI Berlin – Ärzteinitiative 
Der Vorstand 
21.12.2007

(Quelle: KV-Blatt 02/2008)

Autor: KV-Blatt-Redaktion | Erstellt am: 01.02.2008

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