Kurt Samuel ist tot

Der Berliner Allgemeinmediziner Kurt Samuel ist tot. Er verstarb am 10. Januar d. J. im Alter von 79 Jahren nach schwerer Krankheit. Samuel wurde als Sohn einer Arztfamilie in Berlin geboren. Er studierte ab 1947 zunächst im damaligen sowjetischen Sektor Berlins, dann in Frankfurt am Main und Berlin (West) Medizin. Ein Jahr nach Erhalt seiner Approbation im Jahr 1954 wurde ihm die Doktorwürde verliehen. 

Nach seiner Arbeit als Arzt an verschiedenen Berliner Krankenhäusern übernahm Kurt Samuel 1965 die väterliche Praxis in Neukölln, wo er zunächst ohne Gebietsbezeichnung, ab 1972 dann als Facharzt für Allgemeinmedizin, bis zur Vollendung seines 65. Lebensjahres tätig war. 

Kurt Samuel engagierte sich lange Zeit in der ärztlichen Ausund Weiterbildung, sowohl in der eigenen Praxis als auch in der Ärztekammer und als Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin. Viele Jahre seines ehrenamtlichen Engagements galten der Arbeit in der Delegiertenversammlung und im Vorstand der Berliner Ärztekammer. In der Kassenärztlichen Vereinigung gehörte Kurt Samuel u. a. jahrelang der Vertreterversammlung an, wo er in mehreren Ausschüssen und Kommissionen tätig war. Von 1980 bis 1984 war er Mitglied des Vorstands. 

Sein berufsverbandliches Engagement galt schwerpunktmäßig dem Vorstand des Berufsverbandes der Allgemeinmediziner (BDA), wo er 1985 in den Bundesvorstand gewählt wurde. Dem BDA-Landesverband gehörte Kurt Samuel seit seiner Niederlassung in Neukölln an, dort wurde er 1986 zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der Verstorbene gehörte auch dem Hartmannbund sowie der Deutsch-Chinesischen Medizinischen Gesellschaft an. 

Der KV-Vorstand und der Vorsitzende der KV-Vertreterversammlung haben in ihrem Beileidsschreiben an die Familie Kurt Samuels dessen Verdienste um die ärztliche Aus- und Weiterbildung sowie sein unermüdliches Engagement in der ärztlichen Selbstverwaltung gewürdigt.

(Quelle: KV-Blatt 02/2008)

Autor: KV-Blatt-Redaktion | Erstellt am: 01.02.2008

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