Gut vier Jahre ist es her, dass Berlin zu einem einheitlichen Zulassungsbezirk für Ärzte und Psychotherapeuten erklärt wurde. Damals prophezeiten Pessimisten mit dem Wegfall der bezirksweiten Zulassungsgrenzen ein "Ausbluten" einkommensschwacher Bezirke. Tatsächlich haben tendenziell mehr Ärzte Problembezirke verlassen, als neue hinzugekommen sind. Allerdings blieb die befürchtete "Ärztewanderung" aus. Zu einem Problem könnten allerdings Medizinische Versorgungszentren (MVZen) werden: Sie werden in Berlin reichlich gegründet - und zwar zu Lasten von bisherigen Praxissitzen.