Berliner KV-Chefin äußert Verständnis für Ärzteproteste

Ambulante medizinische Versorgung während der Protestwoche gesichert

Berlin, 6. Februar 2006. Die Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin, Dr. Angelika Prehn, solidarisiert sich mit den protestierenden Ärzten der Hauptstadt: "Die Kollegen haben mein volles Verständnis", betonte die KV-Chefin am Montag in Berlin. "Die Situation der ambulanten medizinischen Versorgung ist so dramatisch, dass es ohne öffentliche Protestmaßnahmen wie Praxisschließungen leider nicht mehr geht. Die Politik ist auf dem besten Weg, still und heimlich unser Gesundheitssystem kaputtzusparen." Mit den Praxisschließungen in der Woche vom 6. bis 10. Februar protestieren die niedergelassenen Ärzte gegen die zunehmende Rationierung von Medikamenten, die stetig wachsende Bürokratie in den Praxen und die unzureichende Finanzierung der ambulanten Medizin. Zu den Protestaktionen aufgerufen hat das Bündnis Berliner Kassenärzte, ein Zusammenschluss der Gemeinschaft Hausärztlicher Berufsverbände (GHB), der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB) und der Ärzteinitiative Medi Berlin.

Die ambulante medizinische Versorgung der Berliner ist auch während der Protestaktionen der Ärzteschaft gesichert. Während der Praxisschließungen am Montag und Dienstag im Norden Berlins (Lichtenberg/Hohenschönhausen, Reinickendorf, Marzahn/Hellersdorf, Mitte/Tiergarten/Wedding, Pankow/Prenzlauer Berg/Weißensee, Spandau) übernehmen die Praxen in den südlichen Berliner Bezirken die ärztliche Versorgung. Wenn am Donnerstag und Freitag in den Südbezirken (Charlottenburg/Wilmersdorf, Friedrichshain/Kreuzberg, Tempelhof/Schöneberg, Treptow/Köpenick, Steglitz/Zehlendorf und Neukölln) die Praxen schließen, stellen die Ärzte im Norden Berlins die medizinische Versorgung sicher. Wer dringend medizinische Hilfe benötigt, kann sich unter der Rufnummer 31 00 31 auch an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der KV Berlin wenden, der während der Protestwoche verstärkt im Einsatz ist, und einen Hausbesuch anfordern. Auch die Erste-Hilfe-Stellen der KV in der Gräfestraße in Kreuzberg und der Krankenhäuser haben wie gewohnt geöffnet.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 06.02.2006

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