Pressemitteilung vom 13.11.2009:
KV Berlin weist Vorwürfe der Senatorin zurück

Mit der KV Berlin wäre eine flächendeckende Schutzimpfung gegen die Neue Grippe möglich gewesen

Berlin, 13. November 2009. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin weist die Vorwürfe der Berliner Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) zurück, das Verhalten der KV hätte zu dem Impfchaos geführt. „Das momentane Impfchaos ist ein Beispiel dafür, dass eine flächendeckende ambulante Versorgung und Durchimpfung nur mit der KV Berlin möglich ist,“ kritisiert die KV-Vorstandsvorsitzende Dr. Angelika Prehn heute die Haltung der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung.

„Wären die Verhandlungen mit uns nicht am 9. Oktober abgebrochen worden, hätte die Massenimpfung wesentlich problemloser starten können,“ führt Dr. Uwe Kraffel, stellvertretender KV-Vorsitzender, weiter aus. „Die Senatsverwaltung hat uns während der Verhandlungen kein schlüssiges Impfkonzept vorgelegt, das unsere Ärzte mitgetragen hätten. Für uns wären auch andere Vertragsvarianten vorstellbar gewesen, die der Senat aber ablehnte. Uns jetzt eine Mitschuld am Chaos zu geben, soll in meinen Augen nur von den eigenen Fehlern ablenken,“ erklärt Prehn. 

Die Vertreterversammlung der KV Berlin hatte im Vorfeld ein einseitig von der Berliner Senatsgesundheitsverwaltung vorgelegtes Eckpunkte-Papier zur Impfaktion gegen die Neue Grippe abgelehnt. Dabei wurde von den Ärzten vor allem kritisiert, dass im Vertragsentwurf der Senatsgesundheitsverwaltung das Haftungsrisiko die Ärzte tragen sollten. Weiterhin standen die Ärztevertreter der praxisfernen und komplizierten Umsetzung, wie sie der Senat forderte, kritisch gegenüber. Ein Angebot, mit dem die Berliner Ärzte über die in Berlin gültige Impfvereinbarung die flächendeckende Impfung übernehmen würden, wurde auf dieser Versammlung beschlossen. „Damit hätten sofort über 3000 Ärzte für Impfungen bereitgestanden,“ so Kraffel.

Autor: KV Berlin, ÖA | Erstellt am: 13.11.2009

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