Berlin, 8. Juli 2009. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin ist gut auf die Neue Grippe vorbereitet.
"Unsere Bereitschaftsdienstärzte sind jeden Tag rund um die Uhr für die Berliner im
Einsatz", hob KV-Vorstandsmitglied Burkhard Bratzke hervor. "Somit können Verdachtsfälle auf die Neue Grippe auch nachts schnell abgeklärt und bei Bedarf unverzüglich weitere Schritte wie die Einweisung ins Krankenhaus und die Kontaktaufnahme zum Gesundheitsamt eingeleitet
werden."
Bislang wurden zwei der für Berlin gemeldeten Fälle von Neuer Grippe über den ÄBD versorgt: Der in der Nacht von Montag zu Dienstag zu einem Jugendhotel im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zu zwei Verdachtsfällen gerufene ÄBD-Arzt wies die beiden Brüder, die sich zuvor in Spanien aufgehalten hatten, aufgrund der Symptome ins Krankenhaus ein und informierte das zuständige Gesundheitsamt.
Unter der Telefonnummer 310031 können Patienten mit starken Beschwerden bei der KV Berlin Tag und Nacht einen Hausbesuch anfordern, wenn die Behandlung nicht auf den nächsten Sprechstunden-Tag verschoben werden kann. Dies ist bundesweit einmalig. Im vergangenen Jahr wurde der Ärztliche Bereitschaftsdienst über 150.000 Mal zu Einsätzen gerufen. Die meisten dringenden Hausbesuche erfolgten in den Abend- und Nachtstunden sowie an den Wochenenden und Feiertagen. Zu den häufigsten Beschwerden der Patienten gehörten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, grippale Infekte mit hohem Fieber, Magen-Darm-Beschwerden sowie Erkrankungen der Atemwegsorgane wie Asthma.
Am fahrenden Ärztlichen Bereitschaftsdienst nehmen insgesamt rund 300 Berliner Vertragsärzte regelmäßig teil. Um fachlich fit zu sein, müssen sie u. a. alle zwei Jahre an einem Notfall-Kurs teilnehmen.
(Quelle: KV Berlin)