Pressemitteilung vom 23.02.09:
Ärztlicher Bereitschaftsdienst der KV Berlin über 150.000 Mal im Einsatz

Leitstelle registrierte insgesamt rund 400.000 Anfragen

Berlin, 23. Februar 2009. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin war im vergangenen Jahr über 150.000 Mal in der Stadt im Einsatz. Die meisten dringenden Hausbesuche erfolgten in den Abend- und Nachtstunden sowie an den Wochenenden und Feiertagen. Stärkster Monat war der Dezember mit mehr als 17.000 Hausbesuchen. Zu den häufigsten Beschwerden der Patienten gehörten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, grippale Infekte mit hohem Fieber, Magen-Darm-Beschwerden sowie Erkrankungen der Atemorgane wie Asthma.

"Unsere Bereitschaftsdienstärzte sind jeden Tag rund um die Uhr für die Berliner im Einsatz", hob KV-Vorstandsvorsitzende Dr. Angelika Prehn hervor. Unter der Telefonnummer 310031 könnten Patienten mit starken Beschwerden Tag und Nacht einen Hausbesuch anfor-
dern. Dies sei bundesweit einmalig. Durch die vom Gesetzgeber neu geschaffene Möglichkeit für Krankenkassen, Vollversorgungsverträge außerhalb des kassenärztlichen Systems einzuführen, sei dieses umfassende Angebot jedoch gefährdet, kritisierte Frau Prehn. Sollte es zu solchen Vertragsabschlüssen in Berlin kommen, könnte der Bereitschaftsdienst nicht mehr allen gesetzlich Krankenversicherten zur Verfügung stehen.

Am fahrenden Ärztlichen Bereitschaftsdienst nehmen insgesamt rund 350 Berliner Vertragsärzte regelmäßig teil. Um fachlich fit zu sein, müssen sie u. a. alle zwei Jahre an einem Notfall-Kurs teilnehmen. Zusätzlich zu diesem Hausbesuchsdienst bietet die KV Berlin in mehreren Erste-Hilfe-Stellen einen Bereitschaftsdienst mit niedergelassenen Ärzten an. Rund 57.000 Berliner mit akuten Beschwerden nutzten im Jahr 2008 dieses Angebot. Den größten Zulauf verzeichneten dabei die kinderärztlichen Notdienste: Rund 37.000 Kinder wurden dort behandelt.

Die Leitstelle des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes registrierte im vergangenen Jahr insgesamt rund 400.000 Anrufe. Neben den Anforderungen von Hausbesuchen gingen zahlreiche Anfragen zu geöffneten Arztpraxen und Erste-Hilfe-Stellen ein. Über 23.000 Bürger nutzten den ärztlichen Beratungsdienst, den die KV Berlin in den Nachtstunden sowie an den Wochenenden und Feiertagen telefonisch anbietet.

(Quelle: KV Berlin)

Autor: KV Berlin, Öffentlichkeitsarbeit | Erstellt am: 23.02.2009

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