Teil 1: Der erholsame Schlaf
Der Mensch verschläft etwa 3000 von 8760 Stunden im Jahr. Was für
die Einen Wonne und Erholung ist, stellt für die Anderen Qual und Ärgernis
dar.
Wir kennen Menschen mit einem geringen und solche mit einem großen Schlafbedürfnis.
Beide sind gesund. Es gibt kein objektiv medizinisches Maß für die
Menge an Schlaf, die wir zur Regeneration benötigen. In den westlichen
Industrieländern liegt die durchschnittliche Schlafdauer bei 7 Stunden,
allerdings mit großen individuellen Unterschieden. Jeder kann auf sein
eigenes Empfinden vertrauen, welche Schlafdauer für ihn ausreichend ist.
Der Schlaf wird als eine natürliche Erholungsquelle für Geist und
Körper betrachtet, die von vielen Faktoren beeinflusst wird. Trotz aller
Schlafforschung der letzten Jahrzehnte haben die Wissenschaftler das "Geheimnis
Schlaf" bisher nur in Ansätzen gelöst.
Wir kennen den typischen Ablauf von körperlichen und psychischen Phänomenen
in der Nacht. Die Atmung wird flacher, der Herzschlag verlangsamt sich, die
Muskeln entspannen sich, unsere Sinneswahrnehmungen werden immer schwächer.
Die Aktivität unseres Gehirns und der Muskulatur ändert sich im Verlauf
der Nacht in typischer Art und Weise, die durch sogenannte Schlafstadien (I,
II, III, IV, REM) beschrieben wird.
Das Schlafprofil bei erholsamem Schlaf ist durch einen bestimmten Anteil der
Tiefschlafphasen III und IV und der "Traumschlaf"-/REM-
Phase gekennzeichnet. Bei vielen Schlafstörungen oder bestimmten mit dem
Schlaf verbundenen Erkrankungen ist die Dauer, die Reihenfolge oder die Zusammensetzung
der Schlafstadien verändert. Durch die nächtliche Registrierung der
Hirnaktivität (EEG), der Augenbewegungen (EOG) und der Muskelaktivität
(EMG) des Patienten im Schlaflabor kann ein individuelles Schlafprofil erstellt
werden. Im Zusammenhang mit der nächtlichen Untersuchung von Atem- und
Herz-Kreislaufparametern kann dann der Schlafstörung auf den Grund gegangen
werden.
Bei der Suche nach einem Arzt in Ihrer Nähe hilft Ihnen auch die Kassenärztliche
Vereinigung Berlin weiter:
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