„Psoriasis“ ist der medizinische Fachausdruck für die Hautkrankheit
Schuppenflechte. Der Name stammt ab von dem griechischen Begriff „psao“
(ich kratze) und verdeutlicht eine Begleiterscheinung der Krankheit. Der Name
„Schuppenflechte“ weist auf ein typisches Gesicht der Hauterscheinung
hin: Schuppen und entzündlich gerötete Haut. Schuppenflechte ist keine
der modernen Zivilisationskrank-
heiten. Es gibt bereits Hinweise auf Psoriasis im Alten Testament.
Häufigkeit
Die Zahlen über den Verbreitungsgrad der Schuppenflechte in der Bundesrepublik
Deutschland basieren nur auf Schätzungen. Demnach sind 2 – 3 Prozent
der Bevölkerung, das sind rund 2 Millionen Kinder und Erwachsene, an der
chronischen, nicht ansteckenden Schuppenflechte an Haut und Gelenken erkrankt.
Ursachen
Die auslösenden Ursachen sind bisher nur zum Teil erforscht. Als gesichert
gilt, dass die Anlage der Psoriasis vererbt wird. Es wird jedoch nicht die jeweilige
Ausprägung vererbt. Es ist durchaus möglich, dass die Eltern keine
Psoriasis haben, diese aber beim gemeinsamen Kind in Erscheinung tritt.
Die Wahrscheinlichkeit der Vererbung ist deutlich höher (60 – 70
Prozent), wenn beide Elternteile über die Erbanlage verfügen. Bei
nur einem betroffenen Elternteil werden ca. 30 Prozent beobachtet.
Dabei reicht die Erbanlage alleine nicht aus, um die Krankheit auszulösen.
Es müssen weitere Faktoren (Verletzungen, Druck) und/oder innere (Psyche,
Stress, Alkohol, Medikamente) hinzu-
kommen. Auch Infektionskrankheiten, Stoffwechselstörungen, hormonelle Faktoren
und andere umweltbedingte Einflüsse können eine auslösende Wirkung
haben.
Wirkung
Bei einer Psoriasis „wandern“ die Zellen der obersten Hautschicht
(Epidermis) siebenmal schneller als bei einer normalen Haut an die Hautoberfläche.
Die Haut des gesunden Menschen erneuert sich innerhalb von ca. 26 – 27
Tagen. Diese Zeitspanne ist bei den Psoriatikern auf 6 – 7 Tage verkürzt.
Als Folge bilden solche Hautzellen glänzende Schuppen auf typischen, scharf
begrenzten Hautarealen, verbunden mit einer auf diese Gebiete begrenzte stark
durchbluteten, roten Haut.
Diese Ausprägung (sog. Psoriasis vulgaris) haben ungefähr 97 Prozent
der Psoriatiker. Typische Krankheitsverläufe können eine eindeutige
Diagnose aber auch außerordentlich schwierig machen. Darum sollte die
Diagnose einer Psoriasis immer von einem Dermatologen (Hautarzt) gestellt oder
bestätigt werden. Nicht alles, was schuppt, ist auch automatisch eine
Psoriasis!
Bei der Suche nach einem Dermatologen in Ihrer Nähe hilft Ihnen auch
die Kassenärztliche Vereinigung Berlin weiter:
Unseren Gesundheitslotsendienst erreichen Sie unter der Nummer 31 00 3 222.
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Teil 2: Diagnose Schuppenflechte
(Quelle: Deutscher Psoriasis Bund e.V.)