Auslöser, Behandlung und Vorbeugung von Kopfschmerzen und Migräne
Migräne
Auslöser: Auslösender Faktor für einen Migräne-Anfall
kann jede Art von Wechsel sein, wie z. B. Wechsel im Tag-Nacht-Rhythmus, Wechsel
der Zeitzone, Wechsel des Klimas. Der häufigste Auslöser ist Stress,
z. B. Leistungsdruck im Beruf oder die Schwierigkeit, Konflikte befriedigend
zu lösen.
Behandlung: Maßnahmen zur Behandlung von Migräne-Anfällen:
- Pfefferminzöl, Chinaöl als Einreibung an den Schläfen
- Starker Kaffee mit Zitrone
- Kühle Umschläge
- Ruhe
- Medikamente wie z. B. Aspirin (oder ASS) 1000 mg, Paracetamol 1000 mg oder
Ibuprofen 600 bis 800 mg in
Verbindung mit einem Mittel gegen Übelkeit wie z. B. Metoclopramid (MCP)
oder Domperidon
- Bei schweren Anfällen zusätzlich zu den genannten Maßnahmen
ein Medikament aus der Gruppe der Triptane, jedoch möglichst nicht länger
als 5 bis 6 Tage. Diese Medikamente sind jedoch nicht für jeden geeignet.
Vorbeugung: Treten mehr als zwei Anfälle pro Monat auf, dauern
die Anfälle länger als drei Tage oder sind sie mit Ausfällen
wie Lähmung, Sprachstörung verbunden, sollte eine Prophylaxe durchgeführt
werden. Maßnahmen hierfür sind:
- Entspannungstraining (Muskelentspannung n. Jacobson)
- Stressbewältigungstechniken
- Änderung der Lebensführung
- Akupunktur
- Prophylaxe-Medikamente, z. B. Betablocker (z. B. Metopro-lol), Calciumantagonisten
(z. B. Flunarizin), Antidepressiva (z. B. Amitriptylin)
Ein Prophylaxe-Medikament sollte täglich über mindestens 6 Monate
eingenommen werden, um die Häufigkeit, die Dauer und die Intensität
der Anfälle zu vermindern. Eine Wirkung der Prophylaxe tritt erst nach
4 bis 8 Wochen ein.
Spannungskopfschmerzen
Auslöser: Auslösende Faktoren für Spannungskopfschmerzen
sind z. B. psychosozialer Stress in Familie und/oder Beruf. Beim chronischen
Spannungskopfschmerz (Kopfschmerzen an mehr als 15 Tagen im Monat) liegen meist
psychische Erkrankungen zugrunde, vor allem Angsterkrankungen und Depressionen.
Behandlung: Maßnahmen zur Linderung der Spannungskopf-schmerzen:
- Ätherische Öle (zum Einreiben auf den Schläfen)
- Leichte Bewegung an frischer Luft
- Ruhe und Rückzug
- Entspannende Tätigkeiten
- Medikamente wie ASS (oder Aspirin) 1000 mg, Paracetamol 1000 mg, Ibuprofen
600-800 mg
Bei chronischem Spannungskopfschmerz (mehr als 15 Tage im Monat) sollte keine
regelmäßige Schmerzmittel-Einnahme erfolgen, da dies zu einem medikamentenbedingten
Kopfschmerz führen kann.
Vorbeugung: Maßnahmen zur Vorbeugung von Spannungskopfschmerzen:
- Entspannungstraining
- Stress- und Schmerzbewältigungstechniken
- Regelmäßige Gymnastik oder ein anderer Sport
- Verhaltensänderung
- Antidepressiva bei chronischem Spannungskopfschmerz
- Behandlung einer zugrunde liegenden psychischen Erkran-kung bei chronischem
Spannungskopfschmerz
Medikamentenbedingte Kopfschmerzen
Auslöser: Der auslösende Faktor ist die tägliche Schmerzmitteleinnahme
seit mehr als drei Monaten.
Behandlung: Die Behandlung besteht in der Entgiftung, d. h. dem Absetzen
aller Schmerzmittel.
Vorbeugung: Weitere Maßnahmen zur Vorbeugung sind:
- Entspannungstraining.
- Stress- und Schmerzbewältigungstechniken
- Regelmäßig Gymnastik oder ein anderer Sport
- Verhaltensänderung
- Prophylaxe-Medikamente
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zu Teil 3: Psychosoziale Auslöser
und Verstärker