Haarausfall kann viele Gründe haben, doch in den allermeisten Fällen ist es eine Begleiterscheinung des Alterns. Im Zuge des Älterwerdens reduziert sich bei jedem Menschen die Haardichte. Das ist eine ganz normale, physiologische Reaktion.
Die Haare unterliegen einem naturgegebenen Rhythmus. Sie befinden sich fortwährend
in einer Wachstumsphase, in einer Ruhephase und irgendwann dann auch in der
Ausfallphase. Daher sollte man nicht gleich beunruhigt sein, wenn sich mal ein
paar Haare mehr als üblich in der Haarbürste befinden.
Von Haarausfall wird erst dann gesprochen, wenn täglich mehr als 100 Haare
ausfallen und wenn das Verhältnis von ausfallenden zu nachwachsenden Haaren
nicht mehr ausgeglichen ist.
Der Haarwechsel unterliegt auch saisonalen Schwankungen. Der Wechsel zwischen
"Sommer- und Winterfell" findet auch beim Menschen statt - wenn auch
nur in sehr schwacher Form. So fallen im Frühjahr und im Herbst mehr Haare aus
als üblich.
Es gibt folgende Formen des Haarausfalls
Anlagebedingter Haarausfall
Der anlagebedingte Haarausfall führt bei etwa 80 Prozent der Männer zu
"Geheimratsecken", zu einer "Tonsur" oder im ausgeprägten
Falle zu einer "Glatze". Bei Frauen kommt es in den meisten Fällen zu
einer Ausdünnung des Haarbestandes im Mittelscheitelbereich, bei normaler
Haardichte im Schläfen- und Hinterkopfbereich.
Bei Männern beginnt der anlagebedingte Haarausfall oft schon in den
Mittzwanzigern, wohingegen bei Frauen oft erst im fünften Lebensjahrzehnt Veränderungen
auftreten und insgesamt nicht so ausgeprägt sind wie beim Mann.
Diffuser Haarausfall
Diffusem Haarausfall, also Haarverlust am gesamten Kopfbereich ohne
erkennbares Ausfallmuster, liegt in den meisten Fällen eine spezifische Ursache
zugrunde, die jedoch gelegentlich schwer zu identifizieren ist. In Frage kommen
z.B. das An- oder Absetzen von Antibabypillen, die Hormonumstellungen nach einer
Geburt, Eisenmangel, Schilddrüsenfunktionsstörungen, die Einnahme von
bestimmten Medikamenten, Crash-Diäten, Operationen in Vollnarkose, fieberhafte
Erkrankungen oder Stress. Beseitigt man die auslösende Ursache, wachsen die
verlorenen Haare im Allgemeinen wieder nach.
Saisonal verstärkter Haarausfall
Nicht wenige Menschen leiden unter diffusem saisonal verstärkten
Haarausfall, der sich aber regelmäßig von selbst wieder reguliert. Allgemein
bekannt ist verstärkter Haarausfall im Herbst und im Frühjahr. Eine Therapie
ist nicht notwendig.
Kreisrunder Haarausfall
Der kreisrunde Haarausfall kann in jedem Lebensalter auftreten.
Typischerweise liegen am behaarten Kopf eine oder mehrere kreisrunde kahle
Stellen vor. Darüber hinaus gibt es weitere, ausgedehnte Formen. Jeder
Haarfollikel des Körpers kann betroffen sein, auch Augenbrauen, Wimpern,
Achsel- und Schamhaare.
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(Quelle: Zum Haare raufen - Haarausfall)