Teil 1: Krankheitsbild
Der Hornpfropf, der den Ausführungsgang der Talgdrüse verstopft,
ist zunächst nicht von außen sichtbar. Nach einiger Zeit jedoch entdeckt
man Mitesser (Komedonen). Manche sind nur als kleine Unebenheit unter der Haut
zu tasten, der Hornpfropf sitzt tief und die Pore ist an der Oberfläche
nicht erweitert – ein geschlossener Mitesser hat sich gebildet. Offene
Mitesser sind dagegen leicht zu erkennen: Sie haben einen meist schwarz gefärbten
Hornpfropf an der Oberfläche, die Pore ist erweitert. Die dunkle Färbung
entsteht nicht durch Schmutz, sondern durch den Hautfarbstoff Melanin. Kommen
die Mitesser gehäuft vor, spricht man von der Komedonenakne (Acne comedonica).
Wenn sich Bakterien in den Mitessern vermehren, und der Körper darauf
mit einer Entzündung reagiert hat, entstehen rote Pickel (Papeln) und Eiterbläschen
(Pusteln). Die entzündliche Akne (Acne papulopustulosa) hat sich gebildet.
Breitet sich die Entzündung schließlich auf das benachbarte Gewebe
aus, entstehen Knoten in der Haut (Knoten-Akne oder Acne conglobata). Sie hinterlassen
beim Abheilen eine Narbe.
Aus einer Komedonenakne in der Gesichtsmitte entwickelt sich sehr häufig
eine schwere entzündliche Akne. Deshalb sollte auch eine Komedonenakne
ernst genommen und rechtzeitig behandelt werden, um die schweren Akneformen
erst gar nicht entstehen zu lassen. Spätestens wenn sich die ersten Entzündungen
einstellen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Von einer Mallorca-Akne spricht man, wenn starke Sonneneinstrahlung in Kombination
mit bestimmten Inhaltsstoffen von Kosmetika, Sonnencremes oder Parfums zu Hautreaktionen
führen. Die Betroffenen klagen über starken Juckreiz, rote Flecken,
Knötchen und kleine Pickel. Diese Erkrankung hat nichts mit einer richtigen
Akne zu tun. Wird die Sonne gemieden oder hoher Lichtschutzfaktor verwendet,
verschwinden die Pickel meist innerhalb weniger Tage ohne weitere Behandlung.
Quelle: www.kinderärzte-im-netz.de
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Weiter zu Teil 2: Ursachen von Akne
(Quelle: KV Berlin)