Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin hat zusammen mit der KKH-Allianz ein umfassendes Behandlungsprogramm für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen entwickelt. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit der Patienten zu erhalten.
Der Vertrag ist am 1. April 2011 in Kraft getreten, knapp über zwei Jahre
nach dem ersten fachübergreifenden Behandlungskonzept zum akuten unteren
unspezifischen Rückenschmerz mit der KKH-Allianz.
KKH-Versicherte können sich ab sofort in den Vertrag einschreiben. Die
KKH-Allianz kann ihre Versicherten auch direkt an die teilnehmenden koordinierenden
Ärzte verweisen. Das Recht zur freien Arztwahl bleibt gewahrt.
Wie läuft das Behandlungskonzept ab?
KKH-Allianz-Versicherte nehmen an einer Eingangsuntersuchung teil. Dabei wird
eine Initial-/Basisdiagnostik durchgeführt und festgestellt, ob beim Patienten
ein chronischer bzw. chronisch wiederkehrender Rückenschmerz als Teilnahmevoraussetzung
vorliegt.
Ist dies der Fall, beginnt das interdisziplinäre Behandlungsprogramm.
Wichtig hierbei ist, dass die Patienten bereit sind, sich aktiv an der Behandlung
zu beteiligen. Sie werden beispielsweise motiviert, gesund zu leben und sich
regelmäßig körperlich zu bewegen.
Neben medikamentösen und psychotherapeutischen Maßnahmen gehören
Hinweise auf verschiedene, aktivierende Rückenschulangebote (beispielsweise
Verordnung von Reha-Sport oder Funktionstraining) zum Behandlungsumfang.
Die Teilnahme endet für Patienten mit gesicherter Diagnose chronischer
bzw. chronisch- wiederkehrender Rückenschmerz nach spätestens zwei
Jahren. Gibt es während der Behandlung Hinweise auf gefährliche Verläufe
(sogenannte „red flags“), wird die Therapie sofort beendet.