Auf einen Blick: Was ist neu zum 1. Juli 2010?

Auf dieser Seite stellen wir quartalsweise eine Auswahl wesentlicher Änderungen von Gesetzen, Regelungen und Verfahrensweisen zu- sammen, die für die Tätigkeit niedergelassener Ärzte und Psychothe- rapeuten von Bedeutung sein können. Zu jedem Thema finden sich eine kurze Erläuterung und eine Sammlung von Verknüpfungen (Links) zu weiterführenden und/oder ergänzenden Seiten des Internetauftritts der KV Berlin.

Verträge

Abrechnung/Honorar

Qualitätssicherung

Heilmittel/Zuzahlungen in der Praxis

Patienteninformationen

 

Verträge

1. Hausarztverträge

Der HZV-Vertrag für die Versicherten der ehemaligen GEK (§ 73b SGB V) ist zum 30.06.2010 kassenseitig gekündigt worden, d.h., ab 01.07.2010 gibt es keinen GEK-Hausarztvertrag mehr. Die Leistungen des Vertrages entfallen. Die GEK hatte zum 01.01.2010 mit der Barmer zur BARMER GEK fusioniert.
Siehe auch:
Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung
QS-Leistung Hausarztzentrierte Versorgung

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2. Homöopathieversorgung

Dem Homöopathievertrag (§ 73 c SGB V) mit der SECURVITA BKK, BKK Linde, Daimler BKK sind zum 01.07.2010 auch die BKK Essanelle und die BKK 24 beigetreten.
Siehe auch:
Homöopathie-Vereinbarungen
Themen von A-Z: Homöopathie

 

3. Spezialisierte ambulante Palliativversorgung SAPV

Gesetzlich Versicherte haben nach § 37 b SGB V Anspruch auf diese Leistung. Zum 01.07.2010 ist es nun gelungen, einen Vertrag hierüber zu schließen. Die Leistungen der SAPV sind nicht vom EBM erfasst, so dass hierfür gesonderte Leistungslegenden und Abrechnungsnummern gelten (SNRn). Zur Teilnahme an diesem Vertrag sind Ärzte berechtigt, die verschiedene Voraussetzungen, insbesondere Erfahrung in der Palliativversorgung und Weiterbildungen, haben. Da die Krankenkassen für diesen Bereich den Sicherstellungsauftrag haben, ist die Teilnahme außerdem abhängig von deren Zustimmung.
Siehe auch:
Muster 63: Verordnung spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV)
Erläuterungen zum Muster 63
SAPV-Richtlinie des G-BA


4. Infektionsscreening in der Schwangerschaft / Neuer Vertrag (§ 73 c SGB V)

Mit der BIG direkt gesund ist über die Arbeitsgemeinschaft Vertragskoordinierung der KBV für Berlin ein Vertrag zum konsequenten Infektionsscreening in der Schwangerschaft K.I.S.S. geschlossen worden.
Siehe auch:
Rundschreiben vom 18.06.2010: Infektionsscreening in der Schwangerschaft / Neuer Vertrag (§ 73 c SGB V)
Vertrag zur Förderung eines konsequenten Infektionsscreenings in der Schwangerschaft - K.I.S.S.

 

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Abrechnung/Honorar

1. QZV: Einführung zum 1. Juli

Zum 1. Juli 2010 treten Änderungen und Anpassungen in der Honorarverteilungs-Systematik in Kraft. Dies geschieht mit dem Ziel, die Regelleistungsvolumen (RLV) zu stabilisieren. „Freie Leistungen“ unterliegen ab dem 2. Quartal 2010 dann einer Mengensteuerung, sie können nicht mehr unbudgetiert zu festen Euro-Preisen erbracht werden.
Hintergrund: In vielen KVen – auch in Berlin – brachen die RLV-Fallwerte drastisch ein. „Freie Leistungen“ wurden vermehrt abgerechnet. Infolgedessen stieg das Volumen, das zur Finanzierung der Vorwegabzüge bereitgestellt wurde, stetig an. Lesen Sie mehr zur Stabilisierung der RLV-Fallwerte und den neuen qualifikationsgebundenen Zusatzvolumen (QZV) in unserer Praxisinformation und in der Servicebroschüre der KBV.
Siehe auch:
Infoseite: Änderungen in Honorarverteilung zum 1. Juli 2010
QZV ab 3/2010 nach Arztgruppen

 

2. Laboruntersuchungen aus dem Abschnitt 32.3 und/oder dem Abschnitt 11.3 EBM

Zum 1. Juli 2010 werden folgende Änderungen wirksam:
• Änderungen der Gebührenordnungspositionen „Ähnliche Untersuchungen“ (Begründungspflicht)
• ergänzende Detailänderungen
• Änderungen der Bundesmantelverträge
Die Änderungen wurden im Deutschen Ärzteblatt/Jg. 107/Heft 14/9. April 2010) veröffentlicht.
Siehe auch:
Infoseite: Abrechnung von Laborgemeinschaften

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3. Berliner Sonderverträge und deren Vergütung

Neben den jährlichen Verträgen über die Gesamtvergütung hat die KV Berlin eine Reihe von regionalen Sondervereinbarungen mit einzelnen Krankenkassen abgeschlossen. Einige dieser Sonderleistungen werden den Ärzten nur für Versicherte bezahlt, die ihren Wohnsitz in Berlin haben. Eine detaillierte Übersicht über die Sonderleistungen und die Krankenkassen/Kostenträger, die diese Leistungen vergüten, finden Sie hier (aktuelle Änderungen orange hinterlegt).

 

4. Vergütung von Heilmittelleistungen

Die Vergütungen für die Maßnahmen der Ergotherapie, der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, der Podologischen Therapie sowie Physikalischen Therapie werden im Rahmen der Vergütungsvereinbarungen zwischen den Krankenkassenverbänden in Berlin und den jeweiligen Berufsverbänden abgestimmt. Im Juni 2010 wurde die Vergütung einiger Leistungen aktualisiert. Die aufgeführten Beträge sind von den zugelassenen Heilmittelerbringern abzurechnen und für den verordnenden Arzt richtgrößenrelevant.
Siehe auch:
Infoseite: Heilmittel
Vergütungsliste Ergotherapie, Stand Juni 2010

Vergütungsliste Physikalische Therapien, Stand Juni 2010
Vergütungsliste Logopädie, Stand Juni 2010
Vergütungsliste Podologische Therapie, Stand Juni 2008

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5. Krankenkassen-Fusionen

Kasse 1   Kasse 2   Neuer Name
Bank BKK   BKK Neckermann   Vereinigte BKK
IKK Nordrhein   Signal Iduna   Vereinigte IKK
"BKK der Partner"   Pronova BKK   Pronova BKK

Mit Stand zum 01.07.2010 gibt es 163 gesetzliche Krankenkassen.

 

Qualitätssicherung

1. DMP KHK um Modul Herzinsuffizienz erweitert

Am 1. Juli 2010 startet in Berlin das neue Modul Herzinsuffizienz. Patienten, die zusätzlich zur Koronaren Herzkrankheit KHK an chronischer systolischer Herzinsuffizienz leiden, sollen dadurch zielgerichteter behandelt werden. Dieses neue Modul ist der erste Schritt zu einer besseren Berücksichtigung von Multimorbidität im Rahmen der DMPs. Durch gezielte Behandlung der Herzinsuffizienz in dem Modul soll das Fortschreiten der Erkrankung vermieden oder verlangsamt werden.
Siehe auch:
KV-Rundschreiben: Änderung der Betreuungspauschale / Zusatzmodul chronische Herzinsuffizienz (PDF, 26 KB) [1 Seite]
Praxisinformation: Modul Herzinsuffizienz (PDF, 112 KB) [5 Seiten]
Infoseite: DMP Koronare Herzkrankheit - Modul Herzinsuffizienz

 

Heilmittel/Zuzahlungen in der Praxis

1. Neue Zuzahlungsbeträge für ärztliche Heilmittelleistungen

Wenn Sie Übungsbehandlungen und physikalische Therapie (EBM-Nummern 30300, 30301, 30400, 30402, 30410, 30411, 30420, 30421) erbringen, dann beachten Sie bitte, dass die Zuzahlungen, die Sie hierbei vom Patienten einbehalten müssen, zum 01.07.2010 geändert wurden.
Siehe auch:
Zuzahlungen für medizinisch-physikalische Leistungen

 

Patienteninformationen

1. Vorsorgekalender

Die aktuelle Patienteninformation „Ihr Vorsorgekalender“ wurde von der KV Berlin überarbeitet. Die aktualisierten Flyer stehen ab dem 01.07.2010 zur Quartalsabgabe und zum Download für Sie bereit.
Siehe auch:
Für die Praxis > Service > Patienteninformationen
Für Patienten > Patienteninformationen

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(Quelle: KV Berlin)

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