Auf einen Blick: Was ist neu zum 1. April 2010?

Auf dieser Seite stellen wir quartalsweise eine Auswahl wesentlicher Änderungen von Gesetzen, Regelungen und Verfahrensweisen zu- sammen, die für die Tätigkeit niedergelassener Ärzte und Psychothe- rapeuten von Bedeutung sein können. Zu jedem Thema finden sich eine kurze Erläuterung und eine Sammlung von Verknüpfungen (Links) zu weiterführenden und/oder ergänzenden Seiten des Internetauftritts der KV Berlin.

Verträge

Bereitschaftsdienst

Schutzimpfungen

Qualitätssicherung

Abrechnung/Honorar

 

Verträge

1. Homöopathievertrag: Ab 01.04.2010 auch mit der Daimler BKK

Die Daimler BKK tritt zum 01.04.2010 dem Homöopathievertrag zwischen der AG Vertragskoordinierung der KBV und der BKK Securvita bei. Zu Jahresbeginn war bereits die BKK Linde dem Vertrag beigetreten. Die erneute Abgabe einer Teilnahmeerklärung für teilnehmende Vertragsärzte ist nicht erforderlich. Die Teilnahmeerklärung für Versicherte der teilnehmenden Kassen (BKK Securvita, Linde BKK, Daimler BKK) wurde vereinheitlicht.
Siehe auch:
Teilnahmeerklärung für Versicherte
KV-Rundschreiben zum Homöopathie-Vertrag
QS-Leistung Homöopathie
Verträge zur Homöopathieversorgung

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2. Home Care

Die meisten regionalen Berliner Home Care-Vereinbarungen gelten auch im 2. Quartal 2010 fort, so z.B. mit den Ersatzkassen, den BKKn und der Knappschaft.
Siehe auch:
Home Care-Vereinbarungen
Themen von A-Z: Home Care

 

Bereitschaftsdienst

Neue Bereitschaftsdienstordnung seit 01.03.2010

Die Vertreterversammlung der KV Berlin hat am 14. Januar 2010 eine Anpassung der Bereitschaftsdienstordnung (BDO) an die neu eingeführte Dienstverpflichtung beschlossen. Die Anpassung, die mit Veröffentlichung im KV-Blatt 03/2010 in Kraft getreten ist, betrifft die Regelungen zu den Teilnahmevoraussetzungen in § 5 der BDO der KV Berlin.
Siehe auch:
Einzelheiten zur neuen BDO: Amtliche Bekanntmachungen KV-Blatt 03/2010

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Schutzimpfungen

Die überarbeitete Anlage 1 der Schutzimpfungsrichtlinie ist am 23. Februar 2010 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Damit tritt sie rückwirkend zum 15. Oktober 2009 in Kraft.
Siehe auch:
Beschlusstext des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie
KV-Blatt 02/2010: STIKO-Empfehlungen vom Sommer 2009 werden jetzt auch Leistungen der GKV

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Qualitätssicherung

1. Ultraschall: Frist ist zum 31. März ausgelaufen

Alle Ärzte, die Ultraschalluntersuchungen als GKV-Leistung abrechnen und eine Genehmigung für ihre Geräte haben, mussten der KV Berlin bis 31. März 2010 den Typ und das Baujahr des Ultraschall-Gerätes mitteilen. Dies ist in der seit 1. April 2009 gültigen Ultraschall-Vereinbarung festgeschrieben und wurde den betreffenden Ärzten im vergangenen Jahr mehrfach mitgeteilt. Ultraschallgeräte, die derzeit im Einsatz sind, können jedoch bis zum bis 31. März 2013 innerhalb der vertragsärztlichen Versorgung weiter genutzt werden.
Siehe auch:
QS-Leistung Ultraschall
Information für Ärzte mit einer Ultraschall-Genehmigung

 

2. Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Arthroskopie in Kraft

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eine Richtlinie über Kriterien zur Qualitätsbeurteilung arthroskopischer Operationen erlassen, die einheitliche Beurteilungskriterien für arthroskopische Eingriffe am Knie- und Schultergelenk enthält. Damit soll sichergestellt werden, dass überall in Deutschland die gleichen Qualitätsstandards gelten und eingehalten werden. Sie ist am 03.03.2010 in Kraft getreten.
Siehe auch:
Praxisinformation zur Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Arthroskopie
QS-Leistung Arthroskopie

 

3. Redaktionelle Änderung der Onkologie-Vereinbarung: Neue Zuordnung onkologischer Erkrankungen zu bestimmten Kostenpauschalen

Die mit Wirkung zum 01.10.2009 in Kraft getretene Onkologie-Vereinbarung als Anlage 7 der Bundesmantelverträge wird rückwirkend zum Termin des Inkrafttretens geändert. Die Änderung betrifft die Kostenpauschalen 86510 und 86512.
Siehe auch:
Rundschreiben zur Änderung der Onkologie-Vereinbarung

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Abrechnung/Honorar

1. Honorarverteilung von der KV-Vertreterversammlung geändert

Die Regelleistungsvolumen werden zulasten der freien Leistungen stabilisiert. Die jetzt gefundene Regelung sieht vor, alle freien Leistungen auf der Basis der Leistungsmenge der Vergleichsquartale des Jahres 2008 (die damals angeforderte Punktmenge wird mit dem Punktwert 3,5048 Cent multipliziert) zu begrenzen (versorgungsbereichsspezifische Topfbildung). Analog der Beschlusslage des Bewertungsausschusses wird die sich daraus ergebende Honorarsumme je Quartal um 10 % gekürzt, weil die Krankenkassen derzeit nur 90 % der freien Leistungen zum festgelegten Wert bezahlen. Ausgenommen von dieser Topfbildung sind lediglich die Sachkosten, die Laborsachkosten und die Leistungen des EBM-Kapitels 35.2 (Psychotherapie). Hier bleibt es bei der „unbegrenzten“ Honorierung der tatsächlich erbrachten Leistungen.
Die Anlage 1 zum Honorarvertrag wird zum 01.04.2010 entsprechend angepasst. Die Veröffentlichung erfolgt in Kürze.
Siehe auch:
Honorarverträge

 

2. Änderung zur Gebührenordnungsposition 01800

Die Gebührenordnungsposition 01800 wurde zum 01.04.2010 wie folgt geändert (Änderungen im Fettdruck):
Treponemenantikörper-Nachweis mittels TPHA/TPPA-Test (Lues-Suchreaktion) und/oder Immunoassay im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge - 125 Punkte
Siehe auch:
Beschluss des Bewertungsausschusses

 

3. Ergänzende Regelungen zur Abrechnung humangenetischer Diagnostik

Die Lengendierung der GOP 11320 bis 11322 (Humangenetik) wird zum 1. April 2010 ergänzt. Der abrechnende Arzt muss künftig zusätzlich zur Gebührenordnungsposition auch die Art der Erkrankung, das untersuchte Gen und die Anzahl der jeweiligen Nachweise in seiner Abrechnung angeben. Nur dann bekommt er die Leistungen auch vergütet.
Siehe auch:
Deutsches Ärzteblatt 12/2010: Beschluss des Bewertungsausschusses

 

4. Redaktionelle Klarstellung zu Muster 10A in Vordruckerläuterungen

Bei dem Bezug von Leistungen mittels des Musters 10A handelt es sich nicht um Überweisungen, sondern um Anforderungen. Damit wird weiter verdeutlicht, dass der Leistungsanforderung mittels des Musters 10A ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt und die Vorlage der Krankenversicherungskarte vorausgegangen sein müssen. Daraus folgt, dass eine Weiterüberweisung des Auftrags oder Teile hieraus nicht zulässig ist. Die Änderung der Vordruckvereinbarung tritt zum 01.04.2010 in Kraft.

 

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(Quelle: KV Berlin)

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