Sachlich rechnerische Richtigstellung

Zu Beginn der Abrechnung untersucht die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin, ob der Arzt die Gebührenordnung richtig angewandt hat.

Zunächst prüft die KV Berlin anhand der Behandlungsscheine mit den dort verzeichneten Leistungen routinemäßig in einem IT-gestützten Verfahren, ob ein Arzt oder Psychotherapeut die Regelungen der Gebührenordnung richtig angewandt hat. Ebenso kontrolliert sie bei den eingereichten Leistungen, ob ein Arzt die ggf. dafür erforderlichen Abrechnungsgenehmigungen der KV Berlin besitzt. Der EBM strukturiert sich im Teil III in klar abgegrenzte und definierte Fachgruppenkapitel. Rechnet ein Arzt Leistungen aus einem Fachgruppenkapitel ab, das aufgrund seiner Präambel nicht für die Fachgruppe geöffnet ist, dann werden die Leistungen bei der Abrechnung gestrichen. Das bedeutet: Er kann diese Leistungen nicht abrechnen und erhält dafür auch kein Honorar.

Beispiel: Der Ganzkörperstatus ist nur für bestimmte Fachgruppen abrechnungsfähig: für Praktische Ärzte und Fachärzte für Allgemeinmedizin über die Gebührenordnungsnummer (GO-Nr.) 03311, ebenso für hausärztliche Internisten (GO-Nr. 03311), fachärztliche Internisten (GO-Nr. 13250) sowie für Kinderärzte und Ärzte für Jugendmedizin (GO-Nr. 04311). Rechnet nun etwa ein Chirurg eine dieser Nummern ab, weil er meint, einen Ganzkörperstatus erbracht zu haben, werden diese in seiner Abrechnung gestrichen. Denn Chirurgen dürfen generell die Leistung Ganzkörperstatus nicht abrechnen.

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Richtlinie Abrechnungsprüfungen (KBV und Krankenkassen)
gültig ab 01.07.2008
(PDF, 118 KB [15 Seiten])
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