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Was ist Disease-Management?
Für welche Krankheiten gibt es Disease-Management-Programme
(DMP)?
Wer erhält welche Daten?
Wie werden die Daten dokumentiert und versendet?
Was passiert mit dem Dokumentationsdatensatz?
Welcher zusätzliche Verwaltungsaufwand
kommt auf die Ärzte zu?
Was ist Disease-Management?
Der Begriff stammt aus den USA und bedeutet übersetzt Krankheitsmanagement.
Er bezeichnet die Behandlung von Krankheitsbildern anhand standardisierter Vorgaben,
bei der alle Therapieschritte wie Behandlung, Rehabilitation und Pflege unter
Anwendung von Leitlinien aufeinander abgestimmt werden. Das Ziel von Disease-Management-Programmen
(DMP) in Deutschland ist es, die Versorgung chronisch Kranker zu optimieren.
Durch eine koordinierte, kontinuierliche Behandlung und Betreuung des Patienten
nach evidenzbasierten Leitlinien sollen Komplikationen und Spätfolgen der Erkrankung
vermieden oder deren Auftreten verzögert werden. Der koordinierende Arzt legt
dazu gemeinsam mit dem Patienten den Behandlungsverlauf und die Therapieziele
fest. Der Patient soll darüber hinaus zum gesundheitsbewussten Verhalten und
zur aktiven Teilnahme an der Therapie motiviert werden. Die Betreuung der Patienten
unterliegt einer laufenden Qualitätskontrolle. Dazu werden alle wichtigen Behandlungsdaten
erfasst und ausgewertet. nach oben
Für welche Krankheiten gibt es DMP?
Bei der Auswahl der Krankheiten folgte das Bundesministerium für Gesundheit
der Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses, dem Ärzte- und Kassenvertreter
angehören. Für folgende chronische Erkrankungen wurde die Einführung von strukturierten
Behandlungsprogrammen empfohlen: Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, Asthma bronchiale,
COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), Brustkrebs und Koronare Herzkrankheit
(KHK). Diese DMP sind auch in Berlin zugelassen. nach
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Wer erhält welche Daten?
Die Rechtsverordnung gibt konkrete Vorgaben, welche Daten durch die Erst- und
Folgedokumentation erhoben werden sollen. Bei einem Vertrag mit der KV Berlin
erhalten die Kassen nur einen eingeschränkten Datensatz. Dieser Datensatz umfasst
lediglich die Daten, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben bei der Umsetzung
der DMP benötigen. Dies sind zum Beispiel Angaben zu Alter und Geschlecht oder
Informationen über die Einhaltung von vorgeschriebenen Kontrollterminen beim
Arzt. Die KV und die so genannte Gemeinsame Einrichtung aus Kassenärztlicher
Vereinigung und Krankenkassen erhalten den gesamten Datensatz.
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Wie werden die Daten dokumentiert und versendet?
Dokumentation und Versand im Rahmen eines DMP erfolgen grundsätzlich
in elektronischer Form mit einer speziellen DMP-Software. nach
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Was passiert mit dem Dokumentationsdatensatz?
Grundsätzlich senden die Ärzte den gesamten Dokumentationsdatensatz zunächst
an eine von KV und den Krankenkassen beauftragte Datenstelle. Diese Datenstelle
erfasst und prüft die Daten auf Vollständigkeit und Plausibilität, bevor sie
diese pseudonymisiert an die Krankenkassen oder KV sowie die Gemeinsame Einrichtung
weiterleitet. Die Gemeinsame Einrichtung wertet die Daten dann von den Vertragspartnern
zum Zweck medizinischer Qualitätssicherung aus. nach
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Welcher zusätzliche Verwaltungsaufwand kommt auf die
Ärzte zu?
Der zusätzliche Verwaltungsaufwand besteht in der regelmäßigen, sehr ausführlichen
Dokumentation und Weitergabe der Daten an die Datenstelle. Dieser Mehraufwand
wird den Ärzten extrabudgetär vergütet. nach
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