QS-Leistung Schmerztherapie

Grundlagen

Qualitätssicherungsvereinbarung gemäß § 135 Abs. 2 SGB V zur schmerztherapeutischen Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten; Inkrafttreten: 01.04.2005, in der Fassung vom 01.01.2013.

Vereinbarung (69 KB [12 Seiten])

Leistungen

Die Schmerztherapie richtet sich an chronisch schmerzkranke Patienten, bei denen der Schmerz seine Leit- und Warnfunktion verloren und dadurch eigenständigen Krankheitswert erlangt hat und bei denen der Schmerz zu einem beherrschenden Krankheitssymptom geworden ist.

30700 EBM Grundpauschale
30702 EBM Zusatzpauschale
30704 EBM Zuschlag für die Erbringung in einer schmerztherapeutischen Einrichtung
30708 EBM Beratung/ Erörterung / Abklärung

Wer kann die Leistung beantragen

  • Fachärzte mit Gebietsbezeichnung, die überwiegend chronisch schmerzkranke Patienten behandeln


Fachliche Anforderungen

Fachliche Anforderungen an den schmerztherapeutisch tätigen Arzt

  • Berechtigung zum Führen der Gebietsbezeichnung für ein klinisches Fach
  • selbständig durchgeführte Untersuchungen und Behandlungen in der in § 4 Abs. 1 geforderten Anzahl unter Anleitung eines Arztes, welcher die Voraussetzungen zur Erlangung der Weiterbildungsbefugnis nach dem Weiterbildungsrecht der Ärztekammern für die Zusatz-Weiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“ erfüllt

  • und

  • ganztägige 12-monatige Tätigkeit in einer entsprechend qualifizierten schmerztherapeutischen Einrichtung
  • und
  • regelmäßige Teilnahme an mindestens acht interdisziplinären Schmerzkonferenzen gemäß § 5 Abs. 3 innerhalb von 12 Monaten vor Antragstellung
  • und
  • Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung von Leistungen der psychosomatischen Grundversorgung gemäß § 5 Abs. 6 der Psychotherapie-Vereinbarung

  • und

  • erfolgreiche Teilnahme an einem von der Ärztekammer anerkannten interdisziplinären Kurs über Schmerztherapie von 80 Stunden Dauer
  • erfolgreiche Teilnahme an einem Kolloquium vor der Schmerztherapie-Kommission der Kassenärztlichen Vereinigung


Anforderungen an die schmerztherapeutische Einrichtung

  • ärztlicher Leiter der Einrichtung verfügt über die Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung von Leistungen zur schmerztherapeutischen Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten nach der QS-Vereinbarung Schmerztherapie
  • und
  • Befugnis des Leiters nach dem Weiterbildungsrecht der Ärztekammern für die Zusatz-Weiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“
  • kontinuierliche interdisziplinäre Zusammenarbeit der Einrichtung verschiedener Fachdisziplinen (Anästhesiologie, Neurologie, Neurochirurgie, Orthopädie/Chirurgie, Psychiatrie, Rheumatologie, interventionelle Radiologie) und mit Physiotherapeuten
  • Patientengut in der schmerzth. Einrichtung muss ausschließlich bzw. weit überwiegend aus chronisch Schmerzkranken entsprechend der Definition der Präambel und des § 1 Abs. 1 der Schmerztherapie-Vereinbarung bestehen
  • regelmäßige Betreuung von mindestens 150 chronisch Schmerzkranken im Quartal
  • schmerztherapeutische Sprechstunden, in denen ausschließlich Patienten mit chronischen Schmerzkrankheiten an vier Tagen pro Woche jeweils mindestens vier Stunden behandelt werden
  • Zusammensetzung des Behandlungsspektrums aus den wichtigsten Schmerzkrankheiten gemäß Anlage I Nr. 3
  • Durchführung von mindestens zehnmal im Jahr nach außen offenen, interdisziplinären Schmerzkonferenzen mit Patientenvorstellung
  • Durchführung von mindestens 30 Stunden schmerztherapeutischer Fortbildung je Kalenderjahr
  • eigenständige Durchführung (nicht delegationsfähig) der unter § 6 Abs. 1 sowie zusätzlich mindestens 3 der unter § 6 Abs. 2 genannten Behandlungsverfahren
  • tägliche interne Fallbesprechungen und wöchentliche interne Teamsitzungen
  • Sicherstellung der Anwendung schmerztherapeutischer Standards gemäß Anlage I Nr. 6

Räumliche Voraussetzungen

  • rollstuhlgerechte bzw. rollstuhlgeeignete Praxis
  • mindestens ein Überwachungs- und Liegeplatz

Apparative Voraussetzungen

  • Reanimationseinheit einschließlich Defibrillator
  • EKG- und Pulsmonitoring an jedem für invasive Verfahren benutzten
    Behandlungsplatz

Weitere Anforderungen

  • im Original unterschriebene Verpflichtungserklärung


Abrechnung

Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung
111 KB [4 Seiten]

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung/Einrichtung
152 KB [6 Seiten]

Verpflichtungserklärung
65 KB [2 Seiten]

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(Quelle: KV Berlin)

Praxis-Service

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung
(PDF, 111 KB [4 Seiten])

Antrag auf Abrechnungs-
genehmigung für Einrichtungen

(PDF, 152 KB [6 Seiten])

Verpflichtungserklärung
(PDF, 63 KB [2 Seiten])

Rechtsgrundlagen

QS-Vereinbarung Schmerztherapie
(PDF, 69 KB [12 Seiten])
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