QS-Leistung Laboratoriumsuntersuchungen nach Abschnitt 32.3 EBM

Grundlage

Vereinbarung nach § 135 Abs. 2 SGB V zur Erbringung von Laboratoriumsuntersuchungen vom 01.01.1993 in der derzeit gültigen Fassung gemäß Anhang zu Abschnitt E der Richtlinien der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für die Durchführung von Laboratoriumsuntersuchungen in der kassenärztlichen / vertragsärztlichen Versorgung
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Die Bundesärztekammer hat die Teilnahme an externen Maßnahmen zur Qualitätssicherung qualitativer Laboruntersuchungen (Ringversuch) näher bestimmt. Danach ist ab Januar 2015 die Teilnahme an einem Ringversuch auch dann Pflicht, wenn das Ergebnis im Befund quantitativ ausgewiesen wird. Dies sieht die geänderte Richtlinie der BÄK zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (RiLi-BÄK) vor. Die Teilnahmepflicht an Ringversuchen für qualitative Messgrößen der Tabelle B2-2 ist demnach künftig unabhängig davon, ob das Untersuchungsergebnis qualitativ oder quantitativ angegeben wird, zum Beispiel die Bestimmung von Autoantikörpern gegen körpereigene Antigene oder von spezifischem IgE.

Ringversuche zur Qualitätssicherung
Grundsätzlich gilt: Ärzte, die laboratoriumsmedizinische Untersuchungen durchführen, für die die Richtlinie eine externe Qualitätskontrolle vorschreibt, müssen entsprechend der angegebenen Häufigkeit an einem Ringversuch teilnehmen.
Im Rahmen von Ringversuchen versenden Referenz-Institute Kontrollproben an die Praxen und Laboratorien, die diese analysieren müssen. Für die erfolgreiche Teilnahme am Ringversuch erhält der Arzt ein Zertifikat. Die Nachweise sind gemäß der Bestimmung der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen je Standort zu erbringen.

Richtlinie legt Mindestanforderungen fest
Die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen legt die Mindestanforderung an diese Untersuchungen in der Heilkunde fest. Sie gilt für jeden Vertragsarzt, der Laboruntersuchungen in eigener Verantwortung durchführt oder diese überwacht. Darunter fallen auch Untersuchungen mittels patientennaher Sofortdiagnostik in der Arztpraxis.
Die Richtlinie ist in zwei Teile gegliedert: Der Allgemeine Teil A enthält die grundlegenden Anforderungen an die Struktur, die Personal- und Raumressourcen, die Analytik sowie Begriffsbestimmungen. Die Teile B1 bis B5 erfassen spezielle Aspekte wie quantitative und qualitative Untersuchungen, den direkten Nachweis von Infektionserregern, Ejakulat- sowie molekulargenetische Untersuchungen.

(Quelle: KBV-Praxisnachrichten vom 16.10.2014)

Hinweis: Seit April 2011 erfolgt der Nachweis von Ringversuchszertifikaten nur noch elektronisch. Detaillierte Informationen hierzu sind in einer Praxisinformation enthalten.

Leistungen

Abschnitt 32.3 EBM Spezielle Laboratoriumsuntersuchungen, molekulargenetische und molekularpathologische Untersuchungen

Wer kann die Leistung beantragen

Fachärztlich tätige Ärzte

Fachliche Anforderungen

  • Fachärztlich tätiger Arzt
    und
  • Nachweis über den Erwerb eingehender Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten für die jeweils beantragte(n) labormedizinische(n) Untersuchung(n) für die Zulassung zum Kolloquium *
    (Die Zeugnisse müssen von dem zur jeweiligen Weiterbildung ermächtigten Arzt unterzeichnet sein.)
    und
  • erfolgreiche Teilnahme am Kolloquium*

*Die fachlichen Anforderungen gelten nicht für FA für Laboratoriumsmedizin, FA für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, FA für Transfusionsmedizin

Laboruntersuchungen, die mittels RIA (Radioimmunoassay) durchgeführt werden, müssen gesondert beantragt werden (Antrag für nuklearmedizinische Leistungen).

Abrechnung

Bitte beachten Sie: Ärzte dürfen diese Leistung erst erbringen und abrechnen, nachdem hierfür durch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin eine Genehmigung erteilt wurde. Ausschlaggebend ist dabei das Datum der Bescheiderteilung. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Antrag auf Abrechnungsgenehmigung

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Die PDF-Formulare sind am PC ausfüllbar. Bitte übersenden Sie uns diese nach dem Druck handschriftlich unterschrieben und mit dem Praxisstempel versehen!

(Quelle: KV Berlin)

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