QS-Leistung: Hautkrebs-Screening

Die standardisierte Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs ist seit dem 1. Juli 2008 laut Beschluss des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten für eine regelmäßige Hautkrebs-Früherkennung werden damit von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Welche Ärzte?
Die GKV-Leistung Hautkrebs-Screening kann von Hausärzten (Allgemeinmediziner, Hausarzt-Internisten, Praktische Ärzte und Ärzte ohne Gebietsbezeichnung) und Dermatologen erbracht werden.

Voraussetzungen
Sie benötigen dazu die Abrechnungsgenehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung, die nach Absolvierung einer zertifizierten achtstündigen Fortbildung beantragt werden kann. Weiterbildungsveranstaltungen werden über die KV Berlin sowie über die Berufsverbände angeboten. So bietet beispielsweise der Berufsverband der Allgemeinärzte (BDA) anerkannte Fortbildungen zum Hautkrebs-Screening an. Das Antragsformular kann direkt bei der KV Berlin/Abteilung Qualitätssicherung eingereicht werden.

Welche Regelungen gelten für Patienten?
Ab dem Alter von 35 können gesetzlich Versicherte diese Früherkennungsuntersuchung alle zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Ziel der Untersuchung
Ziel der Früherkennungsuntersuchung ist die frühzeitige Entdeckung des Malignen Melanoms, des Basalzellkarzinoms sowie des Spinozellulären Karzinoms.

Inhalt der Untersuchung

  • gezielte Anamnese
  • visuelle standardisierte Ganzkörperinspektion der gesamten Haut einschließlich des behaarten Kopfes sowie aller Körperfalten (Intertrigines)
  • Befundmitteilung
  • Beratung
  • Dokumentation

 

Abrechnung

Um Hautkrebs-Screenings vollständig abrechnen zu können, ist die elektronische Dokumentation zwingend erforderlich. Einige Softwarehäuser bieten diese im Rahmen der monatlichen Softwarepflege bereits integriert und kostenfrei an, andere verlangen dafür einen Aufpreis. Auskunft über die Handhabung erteilen die jeweiligen Anbieter.

Die elektronischen Dokumentationen müssen zusammen mit der Quartalsabrechnung auf getrennten Datenträgern bei der KV Berlin eingereicht werden. Dies kann mittels CD oder Diskette erfolgen.


Sonderverträge zum Hautkrebs-Screening
Die mit der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin vor Einführung des Hautkrebs-Screenings geschlossenen Sonderverträge sind von den Krankenkassen inzwischen größtenteils gekündigt worden. Im Rahmen der noch bestehenden bzw. neu geschlossenen Verträge können ausschließlich Hautärzte eine Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs auch bei Patienten unter 35 Jahren durchführen. Ausführlichere Informationen zu diesen Verträgen finden Sie hier.

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(Quelle: KV Berlin)

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