Anstellung in der Praxis

Anstellung von Ärzten und Psychotherapeuten

Ärzte oder Psychotherapeuten können gemäß § 32b der Ärzte-Zulassungsverordnung auch als Angestellte befristet oder unbefristet in einer Praxis arbeiten.

Dies ist nur möglich, wenn der Planungsbereich entweder nicht gesperrt ist, die Arztgruppe nicht der Bedarfsplanung unterliegt oder der anstellende Vertragsarzt eine Genehmigung vom Zulassungsausschuss zur Anstellung des Arztes hat. Möglich ist auch die Anstellung eines Arztes, der einer anderen Fachgruppe angehört als der Praxisbesitzer. 

Rahmenbedingungen zur Anstellung in einer Praxis sind:

  • vorhandener Arztsitz für den einzustellenden Arzt (andernfalls ist nur eine Anstellung im Rahmen des Job-Sharings möglich)
  • gleiche Facharztgruppe, wenn für den anzustellenden Arzt kein Arztsitz zur Verfügung steht
  • Leistungsobergrenze: bisherige Praxiswerte plus 3 Prozent des Fachgruppendurchschnitts
  • Arztregistereintrag des anzustellenden Arztes
  • Genehmigung des Zulassungsausschusses
  • bei Psychotherapeuten: Fachkunde im gleichen Richtlinienverfahren wie der Vertragspsychotherapeut sowie gleiche Approbation


Hinweise zur Kündigung eines angestellten Arztes

Die Kündigung eines angestellten Arztes/Psychotherapeuten ist umgehend der Stelle mitzuteilen, die seinerzeit die Anstellung genehmigt hat. Erfolgte die Genehmigungserteilung durch

  • die KV (z. B. Weiterbildungsassistent, Home Care-Assistent, Entlastungsassistent / Vertreter) --> Mitteilung an das Arztregister
  • den Zulassungsausschuss (Job-Sharing-Angestellter, angestellter Arzt/Psychotherapeut in der Praxis oder im MVZ) --> Mitteilung an den Zulassungsausschuss.

Auführliche Informationen zur Kündigung eines angestellten Arztes finden Sie in einer Praxisinformation.

Anstellung von Weiterbildungsassistenten

Die medizinische Weiterbildung kann in den Praxen niedergelassener Vertragsärzte stattfinden. Die arbeitsrechtliche Form dieser Weiterbildung ist die Anstellung eines Weiterbildungsassistenten bei einem niedergelassenen Vertragsarzt, der die Ermächtigung der Ärztekammer zur Weiterbildung besitzt.

Für die Anstellung eines Weiterbildungsassistenten muss der Vertragsarzt folgende Unterlagen vorlegen:

  • einen formlosen Antrag beim Vorstand der KV Berlin auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Weiterbildungsassistenten
  • Kopie der Approbationsurkunde des Weiterbildungsassistenten
  • Kopie der Weiterbildungsermächtigung des antragstellenden Vertragsarztes
  • Angabe des Beschäftigungszeitraumes

Bei der Anstellung eines Weiterbildungsassistenten ist zu beachten, dass die Beschäftigung eines Assistenten nicht der Vergrößerung der Kassenpraxis (Fallzahlsteigerung um mehr als 25 %) oder der Aufrechterhaltung eines übergroßen Praxisumfangs dienen darf.

Initiativprogramm Allgemeinmedizin

Zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung nach § 73 SGB V fördern die Krankenkassen und die KV Berlin die allgemeinmedizinische Weiterbildung in den Praxen niedergelassener Vertragsärzte im Rahmen eines allgemeinmedizinischen oder auf die Weiterbildung in Allgemeinmedizin anrechnungsfähigen Weiterbildungsabschnittes durch Beteiligung an den Kosten. Voraussetzung ist die Antragstellung eines Praxisinhabers für die Förderung einer Assistentenstelle.

Zum Herunterladen:
Antrag auf Gewährung eines Zuschusses zur Förderung der allgemeinmedizinischen Weiterbildung "Initiativprogramm Allgemeinmedizin - IPAM"

(Quelle: KV Berlin)

Unterlagen zur Genehmigung

Infoseite

Mehr Informationen

Praxisinformation April 2013:
Kündigung eines angestellten Arztes
(PDF, 155 KB [2 Seiten]

Weiterbildung

Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin:
Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin Berlin (KoStA)

"Initiativprogramm Allge-
meinmedizin":

Antrag auf Zuschuss zur Förderung der allgemeinmedi-
zinischen Weiterbildung

(PDF, 254 KB [4 Seiten])

Merkblatt über das Initiativprogramm Allgemeinmedizin
(PDF, 27 KB [2 Seiten])
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Pressemitteilung 13.08.2013:
Ein Jahr Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin in Berlin
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