Die Geschichte der KV Berlin (Teil 4)

Die 90er Jahre - die KV auf dem Weg zum Dienstleister

Neue Tätigkeitsfelder in der ambulanten Versorgung

Anfang der 90er Jahre erschließt die KV für ihre niedergelassenen Ärzte neue Tätigkeitsfelder und Strukturen der ambulanten Versorgung, zum Beispiel durch Praxisnetze zusammen mit dem Krankenkassen. Außerdem werden Schwerpunktpraxen für HIV/AIDS und Diabetes oder das Home-Care-Projekt gegründet. Ab 1999 werden auch psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassen und damit KV-Mitglieder.

Die KV Berlin im Wandel

Seit den 90er Jahren nehmen die Beschränkungen für Kassenärzte und -psychotherapeuten immer mehr zu: 1997 werden Praxisbudgets zur Mengenbegrenzung der ärztlichen Leistungen eingeführt, 2003 folgen in Berlin die Individualbudgets. Hinzu kommen gesetzliche Arzneimittelbudgets und sinkende Kopfpauschalen der Krankenkassen. Immer mehr Berliner Ärzte bangen um ihre Existenz. Von 1998 an protestieren sie zunehmend gegen die Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen, oft gemeinsam mit Krankenhausärzten.

In den vergangenen Jahren hat sich die KV Berlin mehr und mehr zu einem kundenorientierten Dienstleister entwickelt: Service-Bereiche, etwa zur Abrechnung, wurden ausgebaut. Ein Service-Center kümmert um die Anfragen von Ärzten und Psychotherapeuten.

(Quelle: KV Berlin)

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