Die Geschichte der KV Berlin (Teil 3)

Die Wiedervereinigung - eine KV für alle Berliner Ärzte

Richtlinien, Richtgrößen, Budgets: Mehr Kostendruck für Praxen

Ende der 80er Jahre verschärft sich die Finanzkrise des Gesundheitssystems. Der Vorstand stellt 1988 einen ständig sinkenden Punktwert fest, die Realeinkommen der Ärzte sinken weiter. Ab 1989 lenken junge politisierte Ärzte die Geschicke der KV. Ihre Erwartungen an die KV sind hoch, schließlich muss sie sich modernisieren und benötigt zeitgemäße und transparentere Strukturen. Die Öffentlichkeitsarbeit wird ausgebaut, die Verwaltung ab 1991 neu gegliedert.

Nach der Wende wächst die Berliner Kassenärzteschaft zusammen

Nach dem Mauerfall gründen Ost-Berliner Ärzte am 20.4.1990 mit Unterstützung der KV Berlin die Kassenärztliche Vereinigung Berlin-Ost. Laut Einigungsvertrag erstreckt sich der KV-Bezirk auch auf die Ost-Berliner Bezirke: Die KV Berlin ist somit die Interessenvertretung und Verwaltung für alle Berliner Kassenärzte.

In kurzer Zeit lassen sich mehr als 1500 Ost-Berliner Ärzte nieder. Bis 1995 bestehen zwei Krankenkassen-Tarifsysteme in der Stadt. Erst dann wird Berlin zu einem KV-Abrechnungsgebiet mit einheitlichen Kopfpauschalen, Honorarverteilungen und Punktwerten zusammengefasst. Das Gesundheitsstrukturgesetz von 1993 legt umfassende Pauschalierungen der Gesamtvergütung fest. Es schreibt zum ersten Mal Arznei-, Verband- und Heilmittelbudgets vor.

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(Quelle: KV Berlin)

KV-Geschichte in vier Teilen

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